Wissenschaftler finden Beweise: Wetter-Extreme ohne vom Menschen gemachten Klimawandel nicht möglich

Studie ist ein Problem für die Klimawandel-Leugner dieser Welt

Klimawandel-Leugner benutzen gerne das Argument, es gebe keine Beweise für einen vom Menschen gemachten Klimawandel. Klimawandel habe es immer gegeben und jetzt werde es eben wieder wärmer auf der Erde. Kein Problem. Doch nun haben amerikanische Wissenschaftler Belege gefunden, dass verschiedene Extremwetter der vergangenen Jahre ohne den CO2-Ausstoß des Menschen nicht eingetreten wären. Der Klimawandel ist vom Menschen gemacht - sind sie sich nun sicher.  

"Können unsere Zurückhaltung ablegen"

Eine indische Frau badet ihr Kind während einer Hitzewelle.
Eine indische Frau badet ihr Kind während einer Hitzewelle. © picture alliance / dpa, Jagadeesh Nv

Geforscht hat nicht irgendwer, sondern Wissenschaftler von der Amerikanischen Gesellschaft der Meteorologen. Die haben ihre Ergebnisse im BAMS (Bulletin of the American Meteorological Society) zusammengefasst. Und sie sind zu der Erkenntnis gekommen, dass zum Beispiel die globale Wärme im gesamten Jahr 2016 - es war der heißeste Jahr seit Beginn der Aufzeichnung - ohne menschliche Einflüsse nicht so stattgefunden hätte.

Außerdem machten die Wissenschaftler den Menschen für die enorme Hitzewelle in Asien im Jahr 2016 verantwortlich. Die Temperaturen lagen außerhalb des natürlich möglichen, so die Wissenschaftler. In Kuwait wurden 54 Grad Celsius gemessen, Tausende Menschen kamen während der Hitzewelle ums Leben, vor allem in Bangladesch, Indien und Pakistan.

"Wir brauchen jetzt nicht mehr zurückhaltend zu sein, was den vom Menschen gemachten Klimawandel angeht", sagte Jeff Rosenfeld, der die Studie für das BAMS herausgegeben hat. "Diese Ergebnisse verändern das gesamte Spiel", fügte er hinzu.  

Wetter-Ereignisse außerhalb natürlicher Variationen

Papageientaucher
Papageientaucher starben massenhaft während der Warmwasserperiode in der Beringstraße. © RTL Living

Das dritte Wetter-Ereignis, das ohne die Zutaten des Menschen nicht so stattgefunden hätte, ist der sogenannte 'Blob' - die extrem hohen Wassertemperaturen in der Beringstraße vor Alaska. Etwa eineinhalb Jahre war das Wasser dort außergewöhnlich warm. Folge war ein Massensterben von Seevögeln wie dem Papageientaucher und Trottellummen sowie ein enormes Zurückgehen der Kabeljau-Bestände in dem warmen Wasser. Auch Seesterne gingen massenhaft zugrunde. 

Stephanie Herring von der US-Bundesbehörde für Meeres- und Atmosphärenforschung bestätigte die Ergebnisse der Wissenschaftler: "Es sind die ersten Studien, die zeigen, dass ein Wetterphänomen nicht im Rahmen natürlicher Variationen hätte stattfinden können", sagte sie.

Der Klimawandel ist vom Mensch gemacht, das müssen wir endlich akzeptieren.  

Die ganze Studie finden Sie hier