Doppelschlag durch CHRISTIAN und DANIEL

Sturmtiefs zum Winteranfang: Mehrere Tote und zahlreiche Verletzte bei Unfällen

Stürmischer Winteranfang - eine Bilanz

Erst Tief CHRISTIAN, dann Tief DANIEL: Die beiden stürmischen Kollegen haben den meteorologischen Winteranfang in Deutschland sehr turbulent und gefährlich gestaltet. Zunächst mit Schnee und Sturm im Süden und Osten, dann mit Regen und Sturm im Norden. Bis in die Nacht zu Donnerstag haben Sturm- und Orkanböen für zahlreiche Einsätze im Norden gesorgt.

Tief DANIEL: Ein weiterer Toter bei Autounfall

Schwere Sturmböen haben vom späten Mittwochabend bis zum frühen Donnerstagmorgen vor allem im Norden Deutschlands für zahlreiche Feuerwehr- und Polizeieinsätze gesorgt. Auf der B4 in der Nähe vom niedersächsischen Wesendorf endete am Mittwochabend ein Unfall mit einem entwurzelten Baum für einen Autofahrer tödlich.

Die Hamburger Feuerwehr verzeichnete bis zum frühen Abend 36 Sturmeinsätze, die nach Angaben des Lagedienstes von heruntergefallenen Ästen über herumfliegende Planen bis zu umgestürzten Baugerüsten reichten. Die Nacht blieb trotz leichten Hochwassers und weiteren kleineren Einsätzen wegen umgestürzter Gegenstände ruhig.

Auch in Schleswig-Holstein, Niedersachsen und Brandenburg sorgten Sturmböen für umgestürzte Bäume auf Fahrbahnen und umgefallene Gegenstände wie Absperrgitter und Hunderte von Einsätzen von Feuerwehr und Polizei. Auf der A1 zwischen Bad Oldesloe (Kreis Stormarn) und dem Autobahnkreuz Bargteheide muss nach einem Lkw-Unfall noch das Fahrzeug geborgen werden. Aufgrund des starken Windes war dies am Mittwochabend nicht möglich gewesen. Die Bergung wurde auf den Donnerstagvormittag verlegt.

Unfälle und Behinderungen durch Tief DANIEL am Mittwoch

01.12.2021, Hamburg: Ein Feuerwehrmann zersägt mit einer Motorsäge einen Baum, der am Abend auf die U-Bahn-Gleise am Bahnhof «Sierichstraße» gestürzt ist und dabei unter anderem eine Signalanlage stark beschädigt hat (Sturmtief Daniel).
Sturmtief DANIEL hat im Norden ordentlich gewütet.

Viel Wind ist im Norden ja nichts Ungewöhnliches. Am Mittwoch hat es aber doch so stark gestürmt, dass es zu Unfällen und Verkehrsbehinderungen kam. Vielerorts stürzten nach Polizeiangaben Äste oder Bäume auf Straßen und Bahngleise.

Im Emsland wurden zwei Personen verletzt, als eine Böe den Anhänger eines Geländewagens erfasste. Der Sturm drückte den Anhänger auf die Gegenfahrbahn. Der Fahrer eines entgegenkommenden Lastwagens konnte laut Polizei nicht mehr rechtzeitig stoppen und prallte mit dem Anhänger zusammen. Der Geländewagen kam mit dem Anhänger durch den Zusammenstoß von der Fahrbahn ab und prallte gegen einen Baum. Die 57 Jahre alte Autofahrerin kam mit schweren Verletzungen in eine Klinik. Der 34 Jahre alte Lastwagenfahrer wurde leicht verletzt.

Ein ähnlicher Unfall: Anhänger im Sturm sind gefährlich

Empfohlener redaktioneller Inhalt

An dieser Stelle findest Du einen relevanten Inhalt der externen Plattform Twitter, der den Artikel ergänzt. Du kannst dir den Inhalt einfach mit einem Klick anzeigen lassen.

Tief DANIEL verwirbelt Weihnachtsmarkt und Herrenhäuser Gärten

Im Landkreis Aurich mussten die Feuerwehr in der Gemeinde Südbrookmerland ausrücken, um ein Zelt zu sichern, das in einen Baum geflogen war. In Bremen und Bremerhaven wurden wegen des Sturms Weihnachtsmärkte vorzeitig geschlossen. „Budenzauber und DANIEL passen nicht zusammen“, teilte die Stadt Bremerhaven auf ihrer Website mit. Ein sicheres Erlebnis sei nicht möglich. In Hannover blieben aufgrund des Wetters die Tore der Herrenhäuser Gärten am Mittwoch zu.

Tief DANIEL: Auswahl der stärksten Böen

Einige Windspitzen:

  • Brocken / Oberharz (Sachsen-Anhalt) 141 km/h
  • Helgoland (Schleswig-Holstein) 131 km/h
  • Borkum (Niedersachsen) 130 km/h
  • Spiekeroog (Niedersachsen) 127 km/h
  • LT Alte Weser (Niedersachsen) 126 km/h
  • Bad Harzburg-Burgberg (Niedersachsen) 122 km/h
  • Hiddensee-Dornbusch (Mecklenburg-Vorpommern) 122 km/h
  • Feldberg / Schwarzwald (Baden-Württemberg) 119 km/h
  • Wilhelmshaven (Niedersachsen) 111 km/h
  • Hamburg-Veddel 102 km/h

Tief CHRISTIAN: Schneeverwehungen in Bayern

In der Nacht von Dienstag auf Mittwoch sind Polizei, Feuerwehr und Rettungsdienste im Süden und Osten Bayerns zu über 500 Einsätzen gerufen worden. In Ingolstadt kam es zu einem tödlichen Unfall, als zwei Fahrzeuge frontal kollidierten, ein Mann starb. Im benachbarten Landkreis Neuburg-Schrobenhausen verunglückte ein 80-Jähriger und prallte gegen einen Baum. Der Mann erlag später seinen Verletzungen. In Schwaben wurden laut Polizei weit über hundert Unfälle gemeldet.

Schnee, Regen oder Graupel: Unser Radar zeigt Ihnen, wo was vom Himmel kommt

Empfohlener redaktioneller Inhalt

An dieser Stelle findest Du einen relevanten Inhalt der externen Plattform Twitter, der den Artikel ergänzt. Du kannst dir den Inhalt einfach mit einem Klick anzeigen lassen.

Tief CHRISTIAN: Schneesturm im Erzgebirge

Im Erzgebirge gab es zuvor ebenfalls so viel Schnee, dass es Probleme auf den verschneiten Straßen gab. im dichten Schneesturm war die Fahrbahn oft nicht mehr zu erkennen und die Sicht ging teilweise zudem auf Null. Reihenweise bleiben die Autos im Schnee stecken. Der Sturm wehte mit Spitzen bis 115 km/h und Windstärke 10 gab‘s im Mittel auf dem Fichtelberg.

Unsere Wettertrends und Themenseiten

Sollten Sie Interesse an weiteren Wetter-, Klima- und Wissenschaftsthemen haben, sind Sie bei wetter.de bestens aufgehoben. Besonders ans Herz legenkönnen wir Ihnen auch den 7-Tage-Wettertrend mit der Wetterprognose für die kommende Woche. Dieser wird täglich aktualisiert. Falls Sie weiter in die Zukunft schauen möchten, ist der 42-Tage-Wettertrend eine Option. Dort schauen wir uns an, was auf uns in den kommenden Wochen zukommt. Vielleicht interessiert Sie eher wie sich das Klima in den vergangenen Monaten verhalten hat und wie die Prognose für das restliche Jahr aussieht. Dafür haben wir unseren Klimatrend für Deutschland.

Damit Sie auch unterwegs kein Wetter mehr verpassen, empfehlen wir unsere wetter.de-App für Apple- und Android-Geräte.

Wüstenstaat Deutschland - Die Doku im Online Stream auf RTL+

(ctr, oha)