Wintersturm an der Ostküste der USA: Überschwemmungen, Stromausfälle und Verkehrsunfälle

'Bomben-Zyklone' trifft die USA

Am Donnerstag hat ein extremer Wintersturm Teile der US-Ostküste heimgesucht. Es gibt Stromausfälle und Überflutungen. Nun droht arktische Kälte.

Der Wintersturm wurde in den US-Medien als 'Bomben-Zyklone' bezeichnet. In der Fachsprache der Meteorologen handelt es sich um eine 'Bombogenese'. Das bedeutet, dass sich ein extremes Sturmtief explosionsartig verstärkt. Bereits seit Tagen plagen unerbittliche Kälte und rekordverdächtige Schneemengen Nordamerika.

Überschwemmungen mit Eiswasser, Stromausfälle und Verkehrsunfälle

Wegen Sturm und Schnee hat eine ganze Reihe von Gouverneuren und Verantwortlichen im Osten der USA den Notstand ausgerufen. Allein in Massachussetts waren am Donnerstag 24.000 Haushalte ohne Strom. Auch in Virginia, Conneticut und den Neuengland-Staaten kam es zu Stromausfällen. Tausende Flüge mussten gestrichen werden. In fielen Orten fiel die Schule aus. Überschwemmungen trafen die Küste von Massachussetts und Maine.

New York kam glimpflich davon

Wintersturm USA
Das Foto der US-Wetter- und Ozeanografiebehörde NOAA (National Oceanic and Atmospheric Administration) vom 04.01.2017 zeigt einen sich vertiefenden Wintersturm über der Ostküste der USA.

In New York blieb das oft befürchtete, ganz große Chaos am Donnerstag aus. Bürgermeister Bill de Blasio riet Anwohnern, soweit möglich, zu Hause zu bleiben. Stadtweit waren im Lauf des Tages 1.500 Räum- und rund 700 Streufahrzeuge im Einsatz. Der Verkehr schob sich schleppend durch Schnee und Matsch, die U-Bahn fuhr aber weitgehend nach Plan. Der Flugbetrieb am John F. Kennedy Airport sollte am Freitagmorgen wieder aufgenommen werden.

Auf den Sturm folgt arktische Kälte

Seit dem 26. Dezember sind mindestens 20 Menschen wegen des kalten Wetters in den USA ums Leben gekommen, berichtet der Sender NBC. Auch nach dem Sturm ist für die Ostküste noch keine Entspannung in Sicht. Am Wochenende folgt eisige, arktische Kälte.

Im Nordosten und Norden der USA sowie in großen Teilen Kanadas sinken die Temperaturen in der Nacht wieder verbreitet auf minus 20 bis an die minus 40 Grad. Selbst in New York geht es nachts auf Werte an die minus 20 Grad. Tagsüber werden es in der Millionenmetropole am Wochenende auch nicht mehr als minus 6 bis minus 12 Grad.

Erst Anfang der kommenden Woche dürfte es wieder wärmer werden.