Und dann stellt sich die Weiße-Weihnachten-Frage

Kälteschock verschoben - Schnee und Winter-Gefahren noch im November

von Claudia Träger und Patrick Panke

Nachdem der 42-Tage-Trend ein paar Tage lang einen heftigen Kälteschock um die Monatswende zeigte, ist nun alles wieder anders. Die Tagestemperaturen schwanken meist zwischen 0 und 10 Grad und es fällt oft Regen. Gut für Heizkostenrechnung und Niederschlagsbilanz. Schnee schon Ende November ist trotzdem noch im Spiel.

Video: Wann bleibt der erste Schnee normalerweise liegen?

Winter sieht erstmal gnädig aus

„Nach der letzten eiskalten Winterrechnung des europäischen Wettermodells, sieht es jetzt deutlich milder aus“, sagt wetter.de-Meteorologe Patrick Panke. Der steile Abwärtstrend der Temperaturen ab Ende November/Anfang Dezember mit teils strengem Frost in den Nächten ist aus den Berechnungen verschwunden.

Lese-Tipp: Darum kann jetzt schon eine Aussage über den Winter getroffen werden

Klirrende Kälte nein - Frost in der Nacht ja

Die Grafik zeigt die Temperaturentwicklung in Köln für die nächsten 42 Tage.
Kein Sinkflug der Temperaturen, aber eine winterliche Phase könnte sich Anfang Dezember schon einstellen.

„Und die Milderung käme glücklicherweise auch mit Regen. Der fehlt nämlich weiterhin“, so Panke weiter. Bei Werten zwischen 2 und 10 Grad im Westen dürfte der meiste Niederschlag in flüssiger Form fallen.

Vor und nach dem eher milden Monatswechsel sind aber selbst am Rhein Nächte mit Frost berechnet. Da sollten dann wieder Warnungen vor überfrierender Nässe und Glatteis fällig sein. Bei entsprechendem Timing von Niederschlag und Temperaturen um den Gefrierpunkt könnte es nachts oder am Morgen sogar auch mal für ein paar Flocken reichen.

Unter -30 Grad: Sibirische Kaltluftblase weitet sich aus

Schnee kommt noch nicht ins Flachland

Die Grafik zeigt die Temperatur- und Niederschlagsentwicklung auf dem Fichtelberg für die nächsten 42 Tage.
Auf dem Fichtelberg ist auch Mitte November Schneefall drin und um die Monatswende hin fällt noch mehr Schnee.

In den Mittelgebirgen und natürlich an den Alpen stehen die Chancen auf mehr Schnee besser. „Einen ersten Wintergruß mit Schnee soll es nach der neuen Berechnung Ende November dennoch geben. Dann vor allem in den höheren Lagen“, sagt Patrick Panke.

So kämen Sauerland bis Schwarzwald, Brocken bis Erzgebirge, Schwäbische Alb bis Bayrischer Wald durchaus in den Genuss einer – wenn auch nur vorübergehend – geschlossenen Schneedecke. Einer Warmphase, die das europäische EZMWF-Modell derzeit für die zweite Dezember-Dekade berechnet, würde der Schnee wohl nicht Stand halten.

Die Wetterkarten für Deutschland, Euopa und weltweit

Typisch mitteleuropäischer Winterauftakt

„Alles in allem wäre das also ein typisch mitteleuropäischer Winterauftakt und insgesamt durchaus erfreulichere Aussichten als trockene Kälte“, meint der Meteorologe.

Und was ist mit der so beliebten Weiße-Weihnachten-Frage? Auch dafür rechnen die Wettercomputer schon fleißig und spucken Daten aus.

Deutschlandkarte: Wie stehen die Chancen für Weiße Weihnachten an Heiligabend?

Kälte: Aufgeschoben ist nicht aufgehoben

Der 6 Monate Wettertrend für Berlin: Der Frost kommt.
Die Computer sind nicht zu stoppen und zeigen für Berlin von Mitte Dezember bis Anfang Januar eine Eiszeit an.

Eine Ostwetterlage mit klirrender Kälte ist nach dem europäischen Wettermodell derzeit vom Tisch. Eine kalte Phase mit eisigen Nächten und Höchstwerten um Null könnte sich aber durchaus noch im Dezember einstellen. Ab Mitte Dezember geht es beispielsweise im Osten mit der Temperaturkurve in den Keller. Dazu gesellen sich Niederschläge, die pünktlich zu Weihnachten für weiße Landschaften sorgen könnten.

Klar: Eine Vorhersage über einen Zeitraum von mehr als wenigen Tagen ist total unsicher. Die Wettercomputer rechnen trotzdem weiter und weiter mit den Daten, die ihnen zur Verfügung stehen. Und wer weiß: Vielleicht kommt es ja genauso hin, wie das Ergebnis der Berechnungen gerade ist. Ausgeschlossen ist das jedenfalls nicht.

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