Gefühlte Temperaturen: Frost auf der Haut

Winter endet eiskalt - Nordostwind bringt uns Bibberfeeling

Kalte Polarluft mit eiskaltem Nordostwind

Am Samstag um 10:37 Uhr ist kalendarischer Frühlingsbeginn. Somit ist am Freitag, 19.03.2021, der letzte Tag des kalendarischen Winters. Und der gibt am Freitag nochmals alles. Denn das Zusammenspiel von kalter Polarluft und einem lebhaften und teils eiskalten Nordostwind sorgt noch einmal für richtiges Winterfeeling: Die gefühlte Temperatur, der sogenannte Windchill lässt uns bibbern.

Eiskalter Mix am Freitag: Frost und ein teils stürmischer Wind

27.02.2018, Nordrhein-Westfalen, Köln: Eine Frau geht mit Schal im Gesicht durch die Stadt. Foto: Oliver Berg/dpa +++ dpa-Bildfunk +++
Die spätwinterliche Kälte lässt uns wieder auf Schal, Mütze und Handschuhe zurückgreifen. © dpa, Oliver Berg, obe cul

Wer am Freitag in der Früh das Haus verlässt, der sollte sich schon mal auf den eiskalten Atem von Väterchen Frost gefasst machen. Denn einerseits sind die Temperaturen in der Nacht sowieso schon mal verbreitet in den Frostbereich abgesackt und die Straßen und Wege können somit auch rutschig sein. Andererseits weht ein mitunter lebhafter, auf den Bergen und im Norden auch stürmischer Wind aus Nordost.

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Windchill-Temperaturen überall im Frostbereich

Ein Kind bekommt am Freitag (29.04.2011) in Berlin das Gesicht mit Sonnencreme eingecremt. Foto: Stephanie Pilick dpa/lbn
Ungeschützte Gesichtshaut eine Ladung Wettercreme vertragen - besonders bei Kindern. © picture alliance / dpa, Stephanie Pilick

Der spätwinterliche Kälte-Cocktail fühlt sich auf unserer Haut überall frostig an. Und wir müssen somit wohl zwangsläufig wieder auf Schal, Mütze und Handschuhe zurückgreifen. Falls das nicht sowieso schon passiert ist. Gleichzeitig könnte auch die ungeschützte Gesichtshaut eine Ladung Wettercreme vertragen. Insbesondere bei Kindern.

Unter -10 Grad: Auf den Bergen ist es am kältesten

Am kältesten ist es im Bergland. Hier liegen die gefühlten Temperaturen zum Teil mal locker bei -10 Grad oder darunter. Aber auch in den Städten weht ein teils eiskaltes Lüftchen. In Berlin, München und Hamburg sind es am frühen Vormittag um die -5 Grad. Köln oder Frankfurt liegen mit -4 Grad nur denkbar knapp dahinter. Derweil sorgt der stramme Wind bei den Nordlichtern gerne auch mal für gefühlte -6 bis -8 Grad.

Die Entwicklung der Windchill-Temperaturen für ganz Deutschland

Unter -20 Grad: Deutschlands höchster Berg ist die (Zug-) Spitze

Deutschlands höchster Berg ist bekanntlich die Zugspitze. Knapp 3.000 Metern hoch ragt sie im Süden Bayerns gen Himmel. Und hier ist es am kältesten. So liegt die Windchill-Temperatur zum Start in den Freitag bei -25 Grad. Ein beeindruckender Spitzenwert, den aber glücklicherweise niemand so richtig zu spüren bekommt.

Wer es besonders eisig mag: So ist das Wetter auf der Zugspitze

Mittags wird es etwas weniger eisig

Der zeitliche Sprung auf den Freitagmittag zeigt dann: Zumindest im Westen und in Teilen Bayerns klettern die gefühlten Temperaturen in den leichten Plusbereich. Ansonsten verharren die Windchill-Werte aber nach wie vor unterhalb des Gefrierpunktes.

Was ist die Windchill-Temperatur?

Im Gegensatz zur gemessenen Temperatur, die stets in 2 Metern Höhe und im Schatten gemessen wird und bei der der Wind ja keine Rolle spielt, trägt die Windchill-Temperatur auch dem menschlichen Kälteempfinden Rechnung. Hierbei spielt der Wind die entscheidende Rolle. Je stärker er wird, umso mehr Wärme wird von der Haut weggeweht beziehungsweise umso kühler fühlt es sich an.

Ein Beispiel: Eine gemessene Temperatur von 0 Grad fühlt sich bei einem stürmischen Wind von 70km/h wie -9 Grad an. Deshalb steigt bei einem starken Wind auch die Gefahr von Erfrierungen.

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