Frost und Schnee inklusive

Wettertrend im November - Winter bringt sich in Stellung

von Björn Alexander und Oliver Hantke

Noch erwärmt uns die Herbstsonne mit milden Temperaturen. Doch die Wettercomputer haben ganz andere Ideen für die zweite Novemberhälfte. Es könnte ziemlich kalt werden - hier die aktuellen Prognosen.

Oben im Video: Wann bleibt normalerweise der erste Schnee liegen?

Die Ausgangslage: Hoch CHARLY bringt sich in Stellung

Die nächste Tage lassen uns im Einfluss von Hoch CHARLY verweilen. Das erreicht uns aus Südwesten und sorgt am Wochenende für ruhiges Herbstwetter. Abseits von teils zäheren Nebelfeldern mit einem ordentlich Nachschlag des Goldenen Oktobers. „Allerdings könnte der Schein vom sonnigen Herbst ab der Monatsmitte gewaltig bröckeln”, erläutert wetter.de-Meteorologe Björn Alexander. Denn ganz langsam bringt sich wohl auch mal der Winter in Stellung.

Lese-Tipp: Das alles kann der Winter in Deutschland

Was passiert in unserer Wetterküche?

„Zur Mitte des Monats kommt Bewegung ins Wetter. Denn das Hoch wird sich - nach derzeitigem Stand - Richtung Skandinavien verlagern”, prognostiziert der Wetterexperte. Damit werde der Weg frei für einen Wetterwechsel. Zunächst mit mehr Wolken und Schauern in der Westhälfte, bevor es dann wohl auch in Sachen Winter spannend wird.

Frühwinter pirscht heran

 Nach den milden Tagen ist der Winter nicht mehr weit entfernt
Nach den vielen milden Tagen kann sich der Winter schnell bei uns zeigen

Mit der Verlagerung des Hochs breitet sich zunächst über Nordost- und Osteuropa ein Schwall Frühwinterluft aus. Damit geht es beispielsweise in Polen oder auch in den Ukraine mit den Temperaturen deutlich runter - Nachtfrost und einstellige Tageshöchstwerte sind die Folge. Und auch in Deutschland könnte die Kaltluft Fuß fassen.

42-Tage-Wettertrend für Berlin - es könnte schon bald spürbar winterlicher werden in Deutschland
Der 42-Tage-Wettertrend zeigt derzeit erhöhte Ambitionen in Richtung Winter - schon im November

Erste Gehversuche des Winters 2022/2023

Alexander mit der Prognose: „Ein Teil der Wettercomputer berechnet, dass die kalte Luft anschließend ebenfalls bei uns ankommt - sich vielleicht sogar längerfristig festsetzen könnte. Selbst erste Schneeflocken bis herunter ins Flachland wären demnach im letzten Novemberdrittel denkbar.”

Die Grafik zeigt die Höchstwerte am Sonntag, 27.11.2022
Am 1. Advent könnte es bei uns sogar dauerfrostig werden.

Müssen wir uns auch auf Frost einstellen?

Wenn es tatsächlich so kommt, dann wären laut Alexander „die Nächte auf jeden Fall zunehmend frostig kalt”. Selbst tagsüber sehen manche Wettercomputer in ihren Vorhersagen und Trends „bereits Ende November zum Teil leichten Dauerfrost im Flachland auf uns zukommen”.

Dauerwinter in Deutschland: Was zeigen die Dezember-Prognosen?

Die Grafik zeigt die Temperaturen im Dezember 2022
Die Monats-Prognose für den Dezember sieht genau Richtung Heiligabend einen krassen Absturz.

„Die experimentellen Langfristberechnung bewerten den Dezember 2022 derzeit etwa ein bis zwei Grad zu warm. Demnach würde es also nach dem Monatswechsel zunächst wieder milder werden”, führt der Wetterexperte fort. Spannend sei allerdings, dass es aktuell Berechnungen gebe, die „einen erneuten Wintervorstoß um den 20. Dezember zeigen”. Damit wäre dann vielleicht sogar Schnee zum Fest möglich. Wir dürfen somit gespannt sein und bleiben in Sachen Winter und Weiße Weihnacht definitiv am Ball.

Lese-Tipp: Bauernregeln im Dezember - ein Blick auf die kalte Jahreszeit

Gigant des Winters - so entwickelt sich der Polarwirbel

In der Vorhersage wird die Temperatur in einigen Kilometern Höhe dargestellt. Je gleichförmiger die blauen, also kalten Bereiche zusammenhängen, umso stärker ist der Polarwirbel. Werden hingegen große Lücken und mildere Einschübe in Richtung Nordpol berechnet, dann ist der Wirbel instabiler. Bei einem Polarwirbel-Split teilen sich die blauen Flächen in zwei Teile auf.

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(bal, oha)