Wie kalt wird es in Deutschland?

Väterchen Frost mit eiskaltem Atem - die Kältepole vermelden unter -50 Grad

Winter 2021/2022 zieht die Zügel an

Zum meteorologischen Winteranfang am 1. Dezember hat die sibirische Eiszeit ein weiteres Ausrufezeichen gesetzt. Erstmalig wurde die -50 Grad auch in bewohnten Gebieten unterschritten. Auch in Skandinavien waren es zuletzt fast -40 Grad. Und wie kalt wird es jetzt in Deutschland? RTL-Meteorologe Björn Alexander mit dem Frösteltrend und den Kältepolen des Winters bisher.

Der Winter 2021/2022 mag wohl keine Langeweile, oder?

Björn Alexander: „So sieht es aus. Und die Gemengelage verspricht auch in nächster Zeit einiges an Spannung für einen munteren Schlagabtausch. Bald schon naht nämlich das nächste Tief mit Schnee und Regen, bevor die Kaltluft abermals für winterliche Aussichten sorgen wird.”

Wie kommt es dazu?

Einerseits verweist der RTL-Meteorologe darauf, dass die wettersteuernde Strömung die Tiefdruckgebiete in rasanter Abfolge zu uns schickt. „Andererseits hat sich in Skandinavien der Winter derzeit schon ziemlich gut ausgebreitet. Zuletzt auch mal mit Tiefstwerten von -25 Grad und darunter. Den bisherigen Tiefpunkt gab es in Nordschweden bei fast -38 Grad.” Wenn es im Norden Europas so kalt sei, dann haben es Schnee und Eis auch bei uns in Deutschland leichter, fährt Alexander fort. Gezeigt habe das beispielsweise der Durchzug von Sturmtief DANIEL am Mittwoch.

Regen und Schnee in Deutschland aktuell

Sturm DANIEL öffnete schnell das Tor zum Winter im Norden

Björn Alexander: „Nachdem uns das Sturmfeld mit der milderen Luft aus Süden erreicht hat, folgte nachmittags und abends im Norden direkt die kalte Rückseite mit Winterluft aus Norden, was wiederum in Teilen von Schleswig-Holstein und Mecklenburg-Vorpommern für eine geschlossene Schneedecke gesorgt hat.” So seien zum Start in den Donnerstag teilweise in der Früh knapp zehn Zentimeter Neuschnee mit entsprechender Glätte vermeldet worden. Die gab es aber natürlich auch in anderen Landesteilen, wo die Temperaturen im Anschluss an einen milderen Mittwoch abermals in den Frostbereich abgerutscht sind.

Werden uns Frost und Glätte weiterhin beschäftigen?

Björn Alexander: „Auf jeden Fall - sowohl im Vorfeld des Wochenendes und am zweiten Adventswochenende selber, als auch nächste Woche. Im Bergland zieht ab Sonntag nämlich erneut der Dauerfrost ein. Und nachts wird es sowieso überall frostig.”

Wie kalt wird es denn?

Nachdem die Nacht zum Sonntag sich frosttechnisch zurückhält, geht es im Anschluss deutlich kälter weiter. Alexander: „Spätestens die Nacht zum Dienstag bringt überall Frost oder Bodenfrost und entsprechend Glätte. Am kältesten wird es dabei auf den Bergen im Süden. Zum Teil mit strengem Frost unter -10 Grad.”

-10 Grad bei uns, fast -40 Grad in Skandinavien. Der Winter will es wissen

„Wobei das natürlich noch nicht die winterlichsten Regionen sind”, wirft der RTL-Meteorologe ein. Nochmals deutlich darunter bewegen sich zum Beispiel die Tiefstwerte in Sibirien: „In Jakutien in Ostsibirien wurde zum meteorologischen Winteranfang am 1. Dezember auch in bewohnten Gebieten erstmalig in dieser Saison die -50 Grad unterschritten. Das vielleicht bekanntere Oimjakon vermeldete zum Winterstart -53,1 Grad. Noch kälter war es in Delyankir mit -53,9 Grad. Susuman, eine Kleinstadt mit immerhin fast 6000 Einwohnern, verzeichnete einen Tiefstwert von -50 Grad.”

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RTL-Meteorologe Björn Alexander

Das Bild zeigt den RTL-Meteorologen Björn Alexander
RTL-Meteorologe Björn Alexander © wetter.de

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(oha, bal)