Wen trifft die Kälteschelle?

Arctic Outbreak - Atlantikhoch stellt die Weichen für den Winterstart

Bald werden der Kaltluft die Tore nach Süden geöffnet

Derzeit ist einiges los über dem Nordatlantik. Sturmtiefs donnern von West nach Ost und halten gleichzeitig die Kaltluft aus Norden im Zaum. Außerdem halten Hochdruckgebiet dagegen. Doch bald kommt Bewegung in diese Gemengelage. Und das öffnet der Winterluft die Tore in Richtung Süden.

Oben im Video: Wie der Jetstream unser Wetter bestimmt.

Wie ist die Ausgangslage?

RTL-Meteorologe Björn Alexander: „Momentan macht sich Hoch VALENTINA vom Atlantik her für unser Wetter stark, während sich über dem Nordmeer und Island bis rüber nach Grönland eine Kette von Sturmtiefs tummelt. Auf deren Rückseite befindet sich im Norden die kalte Arktis-Luft.” Eine Wetterlage, die uns laut Alexander noch verhältnismäßig milde Werte und frostfreie Nächte beschert. Allerdings komme nun Bewegung in die Wetterschaukel.

RTL-Meteorologe Björn Alexander

Das Bild zeigt den RTL-Meteorologen Björn Alexander
RTL-Meteorologe Björn Alexander © wetter.de

Hoch nach Norden, Tief nach Süden

Zu Beginn der kommenden Woche werde sich diese Wetterlage grundlegend umstellen, so Alexander: „Tendenziell wird sich der hohe Luftdruck Richtung Norden verlagern und sich bis nach Grönland ausweiten. Das hat dann zur Folge, dass die Tiefdruckgebiete mit polarer bis arktischer Kaltluft im Gepäck weiter südwärts ausgreifen.”

Wohin zieht die Kälteschelle?

„Das lässt sich momentan leider noch nicht genau sagen. Geht es nach dem Europäischen Wettermodell, dann wird sich Mitte/Ende nächster Woche ein massives Tief mit kalter Luft über Westeuropa ausbreiten. Das Amerikanische Wettermodell sieht hingegen eher eine Verstärkung des Tiefs über Skandinavien bis rüber nach Osteuropa, was für uns in Deutschland mit einer frühwinterlichen Grenzwetterlage einhergehen könnte.”

Prognose: Nachtfrost in der nächsten Woche

Deutschlandkarte mit der Gefahr von Nachtfrost Mitte der kommenden Woche. Verbreitet wird es frostig.
Auch der Nachtfrost findet sich wieder in Deutschland ein (Stand 16.11.2021) © wetter.de

Deutschland zwischen den Prognosen

Wir in Deutschland liegen also genau zwischen den Berechnungen, was wiederum viel Spielraum für Spekulationen ermöglicht. Fakt sei für den RTL-Meteorologen aber, dass der Winter 2021/2022 jetzt eine erste Weichenstellung für den Dezember erlebt. Und dass es ja auch schon in früheren Jahren mal ziemlich zeitig mit dem Winter los ging und sogar in einer Weißen Weihnacht endete. Gemeint sei damit das Jahr 2010, in dem es letztmalig in ganz Deutschland Schnee zum Fest gab.

Wie die aktuellen Trends für die Weiße Weihnacht 2021 sind, das sehen Sie auf unseren Vorhersage-Karten.

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(bal und oha)