Schnee-Trend für diesen Winter

Big-Player Polarhoch und Polarwirbel mischen jetzt mit

polarwirbel
Es geht langsam in eine winterlichere Konstellation. Die Protagonisten sind hierbei der Polarwirbel und das Polarhoch.

Da tut sich was in der großen Wetterküche auf der Nordhalbkugel

Die Trends für die Weiße Weihnacht werden jetzt von Tag zu Tag genauer. Die Protagonisten sind hierbei der Polarwirbel und das Polarhoch. Und das wird auch Auswirkungen auf unseren Winter in Deutschland haben. Wir schauen gemeinsam mit dem RTL-Meteorologen Patrick Panke auf die Folgen für uns. So viel schon mal vorab: Es ist spannend wie selten in den letzten Jahren.

Wie ist die Ausgangslage für uns?

Panke: „Aktuell ist die Wetterlage noch ziemlich festgefahren. Über Osteuropa und Russland herrscht seit Wochen konstant hoher Luftdruck. Die Tiefdruckaktivität auf dem Atlantik ist überschaubar und so dümpeln wir in Deutschland bei kühlen Temperaturen, aber eben auch wenig Niederschlag herum. Einzig die Tiefs über Norditalien und dem Alpenraum sorgen auch bei uns von Zeit zu Zeit für Bewegung und Niederschläge.”

Kommt jetzt die große Umstellung der Wetterlage?

Panke: „Wie so oft in den letzten Jahre stellt sich die Wetterlage zur zweiten Dezemberdekade nun um. Und das zum Leidwesen aller Winterfans natürlich auf mild bis sehr mild. Die Strömung dreht auf Südwest und damit verschwindet nächste Woche auch der Schnee auf den Mittelgebirgen. Es gibt aber einen Unterschied zu den letzten Jahren.”

Wie sieht dieser Unterschied aus?

Panke: „Gleichzeitig bildet sich über der Polregion ein kräftiges Hoch aus und das bringt den Polarwirbel etwas ins stottern.”

Was bedeutet das für uns?

Panke: “Im Prinzip wird dabei die Kaltluft rund um den Nordpol in zwei Äste geteilt und durch das Hoch kann die Kaltluft auf der Ostseite weiter nach Süden vorankommen. Womit wir bei unserem Russlandhoch sind, was damit geschwächt wird und so zumindest die Möglichkeit für einen erneuten Wetterwechsel zum vierten Advent und oder zu Weihnachten besteht.”

Die Weiße Weihnacht im Blick - Gibt es damit Chancen auf Schnee zum Fest?

Panke: „Leider lässt sich das noch nicht sagen. Denn es muss nicht zwangsläufig in einer winterlichen Wetterlage enden. Aber: Es besteht durchaus die Chance für eine nachhaltige Einwinterung gegen Ende Dezember und im Januar 2021. Das ist auf jeden Fall schon mal mehr als die Dezember-Monate in den letzten Jahren zu bieten hatten. Definitiv eine sehr spannende Lage für alle Winter-Wetter-Freunde.”

Der Wetterwechsel und die Winter-Chancen im Überblick

Für Spannung ist gesorgt. Hier die wichtigsten Wetter-Fakten:

  • Polarhoch und der Polarwirbel stellen nun auf Winterbetrieb
  • Dadurch kommt auch bei uns Bewegung in die Wetterküche
  • Zuerst mit sehr mildem Tauwetter, doch das könnte sich ändern
  • Das Russlandhoch schwächelt und damit eröffnen sich bei uns Chancen auf richtige Winterluft
  • Im letzten Dezember-Drittel wird es spannend, vielleicht sogar mit einer Weißen Weihnacht

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