Winter 2018/2019: Laut Bauernregeln kommt kaum Schnee, aber eisige Kälte

Glaubt man den Bauernregeln, wird der nächste Winter hart.
Glaubt man den Bauernregeln, wird der kommende Winter hart. © dpa, Felix Kästle

Wie wird das Wetter im Winter?

Jetzt schon wissen, wie der Winter wird? Das geht, wenn man den Bauernregeln Glauben schenkt. Zwar hat die moderne Meteorologie da einige Zweifel - jedoch ist die Trefferquote nicht von der Hand zu weisen. Und demnach haben wir im Winter 2018/19 noch einiges zu erwarten.

"Warmer Oktober bringt fürwahr stets einen kalten Januar/Februar."

Statistisch gesehen ist an der oben genannten Bauernregel - nur auf die Temperatur bezogen - nicht viel dran. Wenn man in der Statistik allerdings die Jahre betrachtet, in denen der Oktober zu warm und auch zu trocken war, so folgt in 90 Prozent der Fälle ein überdurchschnittlich kalter Januar und in 65 Prozent der Fälle auch ein zu kalter Februar.

Ursächlich für schönes und warmes Oktoberwetter ist eine länger anhaltende Hochdrucklage unter Zufuhr von trockener Warmluft, wie wir sie lange in diesem Herbst hatten. Laut Statistik kehrt die Großwetterlage aus dem Oktober oftmals im darauf folgenden Januar wieder. Hochdruck im Januar bedeutet allerdings meistens Kälte. Geht man von der hohen Trefferquote dieser Bauernregel aus, ist für den kommenden Januar eine Hochdrucklage mit Kälte zu erwarten.

"Viel Nebel im Oktober - viel Schnee im Winter"

Diese Regel hat eine statistisch nachgewiesene Trefferquote von 60 Prozent. Das bedeutet, wenn im Oktober die Anzahl der Tage mit Nebel überdurchschnittlich hoch ist, gibt es auch überdurchschnittlich viele Tage im Winter, an denen Schnee liegt. Nun hatten wir nur sehr wenige Tage mit Nebel, der dann auch nur sehr lokal auftrat. Für den kommenden Winter müsste man jetzt nach dieser Regel annehmen, dass es nur wenige Tage mit Schnee gibt. Ein kleiner Trost für alle Schneefans ist die Gegenprobe: In 4 von 10 Jahren lag die Bauernregel daneben.

Alles ein bisschen so wie aus der Glaskugel gelesen

Man kann derzeit keine brauchbare Prognose für den Winter abgeben. Die von einigen Klimamodellen berechneten Trends weisen aktuell große Differenzen auf. Je nachdem, ob man das europäische oder das amerikanische Modell betrachtet, bekommt man unterschiedliche Ergebnisse.

Quelle: wetter.de, dwd