Winter 2017/2018: So stehen die Chancen auf weiße Weihnachten

DEU, 2010: Kleine Kapelle oberhalb von Berchtesgaden (Kirchleitn Kapelle am Mitterweinfeld) zur Weihnachtszeit. Berchtesgadener Land, Bayern, Oberbayern, Deutschland. |DEU, 2010: Small chapel (Kirchleitn Kapelle am Mitterweinfeld) above the town Berc
Die Frage des Jahres: Gibt es Schnee zum Fest? © picture alliance / WILDLIFE, M.Hildebrandt/WILDLIFE

Winterlicher erster Advent

Richtung erstes Dezemberwochenende gehen die Temperaturen immer weiter zurück. Selbst am Rhein sind nur noch minimale Plusgrade berechnet. Und in den Nächten geht es häufig in den Frostbereich. Im Süden breitet sich der Dauerfrost sogar auch in den Niederungen aus. Die große Preisfrage lautet: Gibt es tatsächlich Schnee bis ganz unten, um das Winter-Wunderland perfekt zu machen? Und wird diese kalte Witterung bis Weihnachten halten?

Einschätzung einer weißen Weihnacht 2017

Impressionen vom Winter in Berlin 2010.
Im Jahr 2010 war der Dezember in ganz Deutschland sehr kalt. Dazu hat es auch in den Niederungen viel Schnee gegeben, auch zum Fest. © picture alliance / Geisler-Fotop, Thomas Bartilla

Erst einmal halten wir fest, dass es seit Jahren endlich mal wieder kaltes Wetter in der Adventszeit gibt. Aber nur ganz im Süden bleibt es in der ersten Dezemberwoche kalt genug, damit weiterer Schnee bis in tiefere Lagen fallen kann. Sonst sieht es gar nicht mehr so winterlich aus. Teilweise geht es sogar wieder bis fast 10 Grad hoch. Richtung zweitem Advent wird es wieder kälter, und es könnte wiederum für Schnee bis ganz unten reichen, zumindest zeitweise. Das ist doch eine gute Grundlage für den weiteren Winter, die in den letzten Jahren immer gefehlt hat.

In unserer 28-Tage-Temperaturprognose zeigen die Berechnungen vor allem im Norden Richtung Weihnachten einen deutlichen Anstieg. In der Mitte und im Süden wird es zwar auch milder, aber die Prognose scheint zumindest in den südlichen Bundesländern nur knapp über dem Durchschnitt zu liegen. Somit scheint das typische Weihnachtstauwetter diesmal nicht überall stattzufinden. Das ist eine milde und nasse Witterungsphase, die in Mitteleuropa in sieben von zehn Jahren tatsächlich eintritt.

Somit sieht es im Moment so aus, das es im Jahr 2017 nach einem vielversprechenden winterlichen Start in die Adventszeit vor allem im Norden wohl eher wieder zu einer grünen Weihnacht kommen wird. Ansonsten sind die Hoffnungen für das untere Flachland (unter 300 bis 400 Meter) zwar auch nicht viel größer, aber in Höhenlagen ab 400 bis 600 Metern sind die Chancen relativ groß.

Das sagt die Statistik der vergangenen Jahre

Statistisch gesehen gab es in nur 5 bis 30 Prozent aller Fälle in tiefen Lagen Schnee über die Weihnachtsfeiertage. Am schlechtesten hierfür sieht es mit 5 Prozent für den Nordwesten Deutschlands und das Rheinland aus. Am Oberrhein und im Norden Deutschlands ist man mit 10 Prozent auch nicht deutlich besser aufgestellt. Erst in höheren Mittelgebirgslagen wie dem Harz, Schwarzwald oder dem Erzgebirge war es bei der Hälfte aller Fälle zu Weihnachten weiß. Eine Beinahe-Garantie mit über 90 Prozent existiert nur in den höheren Alpen. Dementsprechend hat man grundsätzlich gute Chancen, richtig zu liegen, wenn man in Deutschland für das Flachland grüne Weihnachten verspricht.

Oliver Hantke, wetter.de