Wieder heftige Unwetter auf Mallorca und im Süden Spaniens

Regen zieht im Mittelmeer weiter östlich
Regen zieht im Mittelmeer weiter östlich Regen- und Wolkenverteilung Europa für die nächsten Tage 00:25

Mallorca und Andalusien besonders betroffen

Mallorca ist erneut von heftigen Unwettern heimgesucht worden. Diesmal traf es besonders den Norden der Insel. Die schweren Regenfälle zwischen Donnerstagabend und Freitagvormittag setzten das Ende der Inca-Autobahn MA13 und die Landstraße zwischen Sa Pobla und Pollença unter Wasser, berichtet die Zeitung "Diario de Mallorca" unter Berufung auf die Behörden.

Bei heftigen Unwettern im Süden Spaniens ist ein Feuerwehrmann bei einem Einsatz ums Leben gekommen. Von den Unwettern in Andalusien waren die Provinzen Málaga, Cádiz, Sevilla und Granada besonders betroffen.

Andalusien: Orte von der Außenwelt abgeschnitten

Wegen Überschwemmungen mussten in Andalusien insgesamt vier Eisenbahnverbindungen am Sonntag bis auf weiteres gesperrt werden, viele Landstraßen waren unbefahrbar. Die Gemeinden El Rubio in Sevilla mit etwa 3.500 Einwohnern und Teba in Málaga mit 4.000 Einwohnern waren am Sonntag völlig von der Außenwelt abgeschnitten. Allein in Málaga musste die Feuerwehr nach eigenen Angaben zu 350 Einsätzen ausrücken. Urlaubsorte an Spaniens Südküste waren weniger betroffen.

Innerhalb von zwölf Stunden sind in Teilen Málagas zwischen Samstagabend und Sonntagfrüh rund 300 Liter Wasser pro Quadratmeter vom Himmel gestürzt, teilte der staatliche spanische Wetterdienst Aemet mit. Das ist mehr als ein Drittel des im gesamten vergangenen Jahr in Deutschland durchschnittlich registrierten Regens (etwa 850 Liter).

Pollença zeitweise nicht erreichbar

Der Notdienst der Balearen teilte mit, die MA13 sei stundenlang unbefahrbar und die Gemeinde Pollença deshalb von der Außenwelt abgeschnitten gewesen. Später wurde die MA13 wieder freigegeben. Tote und Verletzte waren den Berichten zufolge nicht zu beklagen.

Unwetter auch auf dem Festland

Unwetter gab es auch auf dem spanischen Festland. Am schwersten betroffen waren die Küstenregion von Andalusien im Süden, die Autonome Gemeinschaft Valencia im Osten und Teile von Katalonien im Nordosten des Landes. Es gab unzählige Überschwemmungen sowie umgestürzte Bäume und Strommasten. In Valencia wurde der Unterricht in vielen Regionen am Donnerstag und Freitag abgesagt, auch zahlreiche Universitäten und Fabriken blieben geschlossen.