Wie wird der Sommer 2015? Sommerprognose nach Bauernregeln

Sommer 2015: Heiß und trocken oder kühl und nass?

Bauernregeln für den Sommer 2015
Den Sommer voraussagen mit Bauernregeln:Auch das klappt nicht besser als mit komplizierten Rechenmodellen.

Das Unvorhersagbare vorhersagen – das geht nicht und deshalb würde es so viele gerne machen. Das gilt für Lottospieler wie für Meteorologen. Eine Prognose für das Wetter im Sommer kann ein noch so kompliziertes Rechenmodell mit noch so leistungsstarken Rechnern nicht liefern. Aber vielleicht Bauernregeln? An denen ist doch was Wahres dran… Dann sehen wir uns mal die Regeln für die letzten und kommenden Tage an.

Hoffnung besteht für den Mai. Denn: „Wenn im März viel Winde weh'n, wird's im Mai dann warm und schön.“ Sturmtief Niklas hat in der letzten Märzwoche ordentlich in Mitteleuropa gewütet. Ob das reicht, die doch etwas schwammige Bedingung zu erfüllen? Der übrige März war nämlich eher nicht so windig.

Für den 20. März gilt der etwas holprige Reim: „Wie das Wetter am Frühlingsanfang, so ist es den ganzen Sommer lang.“ Wir erinnern uns: Am Tag der Sonnenfinsternis war es im Nordwesten total trüb und unter den Wolken kühl, im übrigen Deutschland gab’s viel Sonnenschein und milde Temperaturen über 15 Grad. So eine Zweiteilung für den ganzen Sommer ist nun doch eher unwahrscheinlich. Vielleicht muss man auch das Durchschnittswetter als Grundlage für diese Bauernregel nehmen. Dann wird‘s so lala. Damit liegt man eh meistens richtig.

Wenn es nach Quirin geht, dem 30. März, wird der Sommer gaaaanz anders. „Wie der Quirin, so der Sommer“, heißt es nämlich. Wenn das stimmt, fällt der Sommer ins Wasser. Am 30. März blieb kein Fleckchen Deutschlands ohne Niederschlag.

Schöner Sommer oder schlechtes Wetter - das ist hier die Frage

Touristen laufen im Regen am 20.08.2014 am Strand des Seebades Zinnowitz auf der Insel Usedom (Mecklenburg-Vorpommern). Die Meteorologen erwarten auch in den kommenden Tagen wechselhaftes Wetter an der Ostsee. Foto: Stefan Sauer/dpa +++(c) dpa - Bildfunk+++
Kein Sommer an der Ostsee

Sogar die beweglichen Osterfeiertage können etwas über den kommenden Sommer sagen: „Wenn ein Karfreitag Regen war, folgt trocknes, aber fruchtbares Jahr.“ Und „Wenn's Ostern regnet, ist die Erde den ganzen Sommer über durstig.“ Wenigstens haben beide Sprüche die gleiche Tendenz, nach denen es ein trockener Sommer 2015 wird.

Noch ein Hinweis darauf, dass es mit dem niederschlagsarmen Sommer klappt, bietet der 8. April: „Wenn`s viel regnet am Amantiustag, ein dürrer Sommer folgen mag.“ Oder umgekehrt „Ist's um Amandus schön, wird der Sommer keine Dürre seh'n.“ Der 8. April war durchweg trocken.

Ein ganz konkretes Phänomen soll einen kühlen Sommer ankündigen: „Gewitter am St. Georgstag, ein kühles Jahr bedeuten mag.“ Das ist übrigens der 23. April. Es hat weder geblitzt noch gedonnert. Also Entwarnung? Mitnichten! Denn wenn wir, wie z.B. auch am Siebenschläfertag, den genauen Termin nicht so eng sehen, sondern auf ein paar Tage ausweiten, hat es sehr wohl gewittert - schon am Wochenende (25./26.5.) und besonders am Montag, den 27.4., kamen im Süden und Osten von Deutschland richtige Unwetter runter.

Wird der April insgesamt recht regnerisch, wird wenigstens der Juni schön: „Hat der April mehr Regen als Sonnenschein, so wird's im Juni trocken sein.“ Aber: „Ist der April sehr trocken, geht der Sommer nicht auf Socken.“ Da sind wir uns aber uneins, was das überhaupt bedeuten soll.

Nach dieser Auswertung ist also klar: Niemand weiß jetzt schon, wie der Sommer 2015 werden wird. Suchen Sie sich einfach eine Regel aus, um dann dran zu glauben oder befolgen Sie einfach die Weisheit, dass man das Wetter nehmen muss, wie es kommt.