Können wir uns auf einen schönen Herbst freuen?

Das Wetter im Oktober: Hitze, Stürme, Wintereinbrüche

Sturmtief XAVIER war ein typischer Herbststurm im Oktober 2017.
Sturmtief XAVIER hatte im Oktober 2017 u.a. Bäume entwurzelt, wie hier in Hamburg. © dpa, Daniel Bockwoldt, dbo gfh

Goldener Oktober ist uns am liebsten

Das Wetter im Oktober ist extrem vielfältig. Denn es kann neben den goldenen Momenten, sprich dem Goldenen Oktober, auch die ersten kalten Einbrüche mit Frost und Schnee geben. Und dann kommen auch noch die vielen Stürme hinzu, die sich beim Kampf warm gegen kalt bilden und für große Zerstörungen sorgen können.

Hitze wie im Sommer und Kälte wie im Winter – beides geht

Hitze im Oktober ist eher selten, 30 Grad sind aber drin.
Der Goldene Oktober kann auch schon mal richtig heiß sein. © dpa, Patrick Seeger, pse lop

Je nachdem, woher der Wind im Oktober weht, kann es bei den Temperaturen große Unterschiede geben. Eine Spanne von fast 50 Grad ist möglich.

Die höchste gemessene Temperatur wurde am 7.10.2009 in Müllheim bei Freiburg mit 30,9 Grad gemessen. Fast genauso heiß war es am 3.10.1985 in Freiburg mit 30,8 Grad.

Aber es geht auch weit in die andere Richtung, tief ins negative Temperaturniveau. Am 31.10.1942 wurden auf der Zugspitze minus 18,2 Grad. Nur wenig wärmer war es auf dem Fichtelberg mit minus 16,3 Grad am 31.10.1920. Oberstdorf meldete am 25.10.2003 minus 13,3 Grad, Deutschneudorf-Brüderwiese am 29.10.2012 minus 11,2 Grad.

Winter im Oktober: Auf den Bergen ist gerne mal Schnee dabei

Oktober und Schnee sind gar nicht so selten zusammen.
Oktober und Schnee: Zwei Kälbchen suchen am Samstag (16.10.2010) auf dem Schauinsland im Hochschwarzwald auf einer verschneiten Weide nach Gras. © dpa, Rolf Haid

Große Schneehöhen wurden im Jahr 1974 gemeldet. Damals lagen zum Ende des Monats auf dem Rauschberg (knapp 1.700 Meter hoch) in der Nähe von Ruhpolding 1,60 Meter und auf dem Feldberg im Schwarzwald (knapp 1.500 Meter hoch) 1,40 Meter Schnee. Auf der knapp 3.000 Meter hohen Zugspitze wurden 3,95 Meter gemessen.

Typisch für den Oktober: Sturm und Orkanböen

Im Herbst verstärken sich die Temperatur- und Luftdruckunterschiede zwischen Polregionen und Äquator. Da die Atmosphäre immer Ausgleich schaffen will, ist sie heftig in Bewegung. Wind – schön zum Drachen steigen lassen – und Sturm – nicht so schön wegen der Gefahr von Schäden – sind im Oktober immer ein Thema. Ein paar Beispiele von Stürmen und Orkanen im Oktober:

Orkan JEANETTE am 27.10.2002 mit Orkanböen von 182 km/h (Fichtelberg)
Orkan CHRISTIAN am 28.10.2013 mit Spitzenböen von 183 km/h (Sylt)
Sturm XAVIER am 05.10.2017 mit Windspitzen von 178 km/ h (Brocken)

Wie viel Regen fällt im Oktober?

Das Wetter im Oktober: Es wird kälter und trockener.
Der Oktober im Vergleich zu den anderen Monaten: Es wird kühler und trockener. © wetter.de

Auch wenn viele den Oktober mit herbstlichem Regenwetter verbinden, der Herbstmonat ist gar nicht so niederschlagsreich. Es gibt im Deutschland-Durchschnitt 7 Regentage im Oktober mit 44 Litern pro Quadratmeter. In Verbindung mit einem ausgewachsenen Sturmtief kann es natürlich auch kräftig schütten. Sturm XAVIER beispielsweise brachte Regenmengen von über 60 Litern auf den Quadratmeter. Aber prinzipiell sind die Niederschlagsmengen im Sommer höher-

Die schönste Seite des Herbstmonats: Goldener Oktober

Der Oktober muss aber gar nicht regnerisch und stürmisch ausfallen. Häufig tritt eine richtig schöne Phase mit viel Sonnenschein, milden Temperaturen tagsüber und Nebel am Morgen ein: der Goldene Oktober. Voraussetzung für diese Wetterlage ist ein stabiles Hoch über Mittel- bzw. Osteuropa. Dann leuchtet das bunt gefärbte Laub an den Bäumen und am Boden natürlich intensiver und lädt zu Herbstwanderungen ein. Oft ist die Fernsicht auch besonders gut, so dass eine Gipfelbesteigung lohnt. Aber aufgepasst, die Tage sind jetzt deutlich kürzer! Nicht, dass die Dunkelheit die Nachzügler erwischt. Jedenfalls haben die meisten den Oktober wohl am liebsten, wenn er golden ausfällt.

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(oha/ctr)