Wie überlebt mein Make-up diese Hitze?

So übersteht das Make-up die Hitze.
So übersteht das Make-up die Hitze. © rtl.de

von Luisa Menzel

35 Grad in Köln, strahlender Sonnenschein und blauer Himmel. Da ist er ja endlich, der Sommer. In meiner Vorstellung sehe ich mich in einem luftigen Kleid, glänzenden Haaren und einem sommerlichen Make-up einen Cocktail trinken. In der Realität sitze ich schwitzend im Büro, mein Make-up läuft mir durchs ganze Gesicht, meine Haare stehen wegen der Luftfeuchtigkeit ab, als hätte ich in die Steckdose gelangt und ich habe geschwollene Augenringe, weil ich bei der Hitze nicht schlafen konnte. Geil.

So gelingt es mit wenig Aufwand, das Make-up hitzeresistent zu machen

Wie schaffe ich es jetzt also, die Realität wenigstens etwas mehr an meine Vorstellung anzupassen? Ich habe einige Tipps, mit denen es mit wenig Aufwand gelingt:

Schminke im Kühlschrank aufbewahren

Es gilt ganz generell: Weniger ist mehr. Denn wo weniger ist, kann auch weniger verlaufen. Außerdem empfehle ich, die meisten Schminksachen bei Hitze einfach in den Kühlschrank zu stellen. So können Augenbrauen- und Kajalstift, Lidschatten und Lippenstifte nicht schmelzen und lassen sich dennoch wie gewohnt benutzen.

Nach der Hautpflege 15 Minuten warten

Vor dem Schminken das Gesicht waschen und entweder eine gute Feuchtigkeitspflege oder einen Primer benutzen  – oder beides. Und ganz wichtig: Erst nach circa 15 Minuten hat die Haut die Pflege aufgenommen. Deshalb warte ich immer etwas, bevor ich Puder und Co. auftrage.

Getönte Tagescreme statt schweres Make-up

Anstatt Make-up mit viel Deckkraft, lieber ein leichteres verwenden oder noch besser: Auf eine getönte Tagespflege* (am besten mit Lichtschutzfaktor) umsteigen, damit die Haut besser atmen kann und das Make-up nicht zur modernen Kriegsbemalung wird. Es hilft mir auch total, wenn ich nach dem Auftragen die Grundierung nochmal „einklopfe“. Ich verwende dafür ein feuchtes Make-up-Schwämmchen. 

Transparentes Puder, Erfrischungs- und Fixiersprays

Transparente, lose Puder sind jetzt mein bester Freund. Es kann vor allem hilfreich sein die T-Zone abzupudern, da wir dort am meisten glänzen. Es lohnt sich auch das Puder in der Handtasche mitzunehmen, da es tagsüber immer mal wieder nötig sein kann, nachzupudern. Es gibt auch spezielle Fixiersprays fürs Make-up* oder Erfrischungssprays fürs Gesicht, die das Make-up länger frisch halten.

Tricks für ein Augen-Make-up, das nicht verläuft

Für das Augen-Make-up gilt: definitiv wasserfeste Mascara* verwenden. Wer nicht auf ein aufwendiges Augen-Make-up mit Lidschatten verzichten will, sollte vorher das Augenlid mit einem Kosmetiktuch abtupfen, um das hauteigene Fett zu entfernen. Das sorgt dafür, dass Lidschatten und Eyeliner besser halten. Ein besonderer Tipp: Creme-Lidschatten verwenden. Das Risiko, dass die Farben in der Lidfalte zusammenlaufen und verschmieren, ist bei der cremigen Textur geringer als bei pudrigen Lidschatten. Außerdem gibt es die cremige Variante auch in wasserfest.

Rouge und Bronzer mal anders

Um frischer auszusehen als ich mich fühle, benutze ich Bronzer und Rouge* nicht nur an denen „dafür vorgesehenen Stellen“. Bronzer macht sich auch besonders gut auf der Stirn (am Haaransatz), auf der Nase und entlang der Kieferlinie. Zum Einen gibt es dem Gesicht mehr Kontur und es verleiht uns einen sommerlichen Teint. Rouge benutze ich zusätzlich zu den Wangen noch auf meiner Nase. Also nicht auf der Nasenspitze, sondern da, wo man so oft Sonnenbrand hat. Das sorgt dafür, dass ich erholt und ausgeruht aussehe, anstatt müde und kraftlos.

Achtung bei den Lippen - Lipgloss wirkt wie Brennglas

Die Lippen reagieren auf die Sonne nämlich sehr empfindlich und brauchen deshalb besonders viel Pflege. Und Lipgloss ist erstmal tabu. Denn der wirkt bei der Hitze wie Brennglas und kann zu Verbrennungen auf den Lippen führen. Ich hab‘s herausgefordert und es war nicht nur sehr schmerzhaft, sondern sah zudem auch noch ziemlich kacke aus.

Damit die Haare nicht fettig aussehen oder abstehen:

Ich weiß, es hört sich jetzt total unspektakulär an, aber ich benutze stinknormales Feuchtigkeitsshampoo. Keines für Volumen, keines mit Repair, nichts für Glow oder Shine. Einfach nur Feuchtigkeitsshampoo. Damit kann man nichts falsch machen und es ist für strapaziertes, trockenes Haar eine Wohltat. Außerdem bin ich ein Fan von Leave-in-Produkten. Zum Beispiel Haaröl für die Spitzen oder einer Kur, die man nicht ausspülen muss*. Ich trage im Sommer gerne Haarreifen, Haarbänder oder Zöpfe weil ich das Gefühl habe, dass ich weniger schwitze, wenn mir die Haare nicht im Gesicht rumkleben.

Und wer bei dieser Hitze keinen Bock hat, sich um sein Äußeres zu kümmern, sondern einfach nur versucht den Tag zu überstehen, hat dabei auch meine vollste Unterstützung. Hier findet ihr übrigens einige Tipps, um die Hitze so gut es geht zu überstehen.


*Wir arbeiten in diesem Beitrag mit Affiliate-Links. Wenn Sie über diese Links ein Produkt kaufen, erhalten wir vom Anbieter eine Provision. Für Sie entstehen dabei keine Mehrkosten. Wo und wann Sie ein Produkt kaufen, bleibt natürlich Ihnen überlassen.