Wie Schulen Kids für den Klimaschutz fit machen

Wie sollen Kinder die komplizierten Zusammenhänge verstehen?

Unzählige Demos zeigen: Die Jugend ist unruhig und macht sich Gedanken über die Zukunft unseres Planeten.

Aber die Themen sind komplex: Treibhausgasemissionen, Energieversorgung und Globalisierung. Wer blickt da wirklich durch? Wie sollen Kinder lernen, mit diesen Dingen umzugehen?

Viele Schulen versuchen, diese Themen zu vermitteln. Und die Schüler springen darauf an, wie Sie im Video aus der Gemeinschaftsschule Wilster in Schleswig-Holstein sehen können.

Fridays for Future in Potsdam
Schüler demonstrieren nicht nur. In manchen Schulen lernen sie, wie sie selbst Energie einsparen und nachhaltiger leben können. © deutsche presse agentur

Früh übt sich, wer ein Meister werden will

Bereits in der Grundschule geht es los. Das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit (BMU) stellt jedenfalls Lernmaterialien bereit, die auch für die jüngsten Schüler konzeptioniert sind: zum Beispiel Malbücher...

Schüler sparen um die Wette

ARCHIV - 20.05.2015, Baden-Württemberg, Stuttgart: Eine Schülerin meldet sich in einem Klassenzimmer in einem Gymnasium während des Englischunterrichts.   (zu dpa «Unterrichtsausfälle an Gymnasmien») Foto: Marijan Murat/dpa +++ dpa-Bildfunk +++
Die nächste Generation entwickelt immer wieder neue Ideen, um auf das Thema Klima aufmerksam zu machen. © dpa, Marijan Murat, mut pzi tba bwe

Ältere Schüler können den Energieverbrauch ihrer Schule untersuchen und optimieren. Es gibt sogar einen richtigen Wettbewerb zwischen Schulen um die effizientesten, kreativsten und nachhaltigsten Klimaschutzprojekte: den Energiesparmeister-Wettbewerb, bei dem Preise im Gesamtwert von 50.000 Euro vergeben werden.

Hier zeigt sich der Einfallsreichtum der Jugend: Sie kämpfen mit Klima-Liftfaßsäulen, Energiespar-Waschsalons und Aufforstungsprojekten gegen den Klimawandel.

Schüler unterrichten Schüler

Das große Engagement der Jugendlichen erlaubt neue Formen der Bildungsvermittlung: die Wissensvermittlung unter Gleichaltrigen.

Das BMU bietet dafür das Projekt  „Schule·Klima·Wandel“ an, bei dem Schülerinnen und Schüler als Klima-Botschafter ausgebildet werden, und später an ihren Schulen das Wissen weitergeben.

Einen ähnlichen Ansatz wählt BUNDjugend (die Jugendorganisation des BUND für Umwelt und Naturschutz Deutschland e.V.): Die Organisation bildet Multiplikator/innen aus, die dann an Schulen Projekttage und AGs gestalten.

Fazit: Klimaschutz bedeutet nicht immer Schulstreik

Es tut sich was an unseren Schulen. Das Engagement vieler Jugendlichen geht über  „Schulstreiks“ hinaus und es gibt Schulen und Lehrkräfte, die die große Motivation der Schüler nutzen und Themen wie Nachhaltigkeit und Klimaschutz in den Schulalltag einbeziehen. In vielen Kinderköpfen wächst das Bewußtsein für Klima- und Umweltschutz schon früh heran.