Nicht schon wieder

Zu warm und zu trocken - aktuelle Wettertrends fürs Frühjahr 2022

Von Björn Alexander und Oliver Hantke

Natürlich sind punktgenaue Prognosen für den Frühling 2022 noch nicht möglich. Aber grobe Trends - besonders bei den Temperaturen und für den Regen - geben uns die Wettercomputer auf jeden Fall schon jetzt. Gemeinsam mit dem RTL-Meteorologen Björn Alexander schauen wir auf die aktuellen Vorhersagen.

Der Winter ist noch nicht vorbei - was bringt uns der Februar 2022?

„Gerade befinden wir uns in einer spannenden Weichenstellung für den Februar”, weiß der Meteorologe. Für den Februar deuten die Wettercomputer jetzt erst einmal „eine turbulente Westwetterlage mit erhöhter Sturmgefahr” an. Hierbei seien sogar weiße Überraschungen bis runter ins Flachland möglich. Von Frühling also vorerst keine Spur. Doch wie sieht es denn im eigentlichen Frühling aus?

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ARCHIV - 22.01.2021, Baden-Württemberg, Langenargen Am Bodensee: Krokusse blühen an der Uferpromenade, auf der Menschen bei sonnigem Wetter und milden Temperaturen spazierengehen. In der wärmeren Jahreszeit zieht es Viele ins Freie. Die Gefahr einer Corona-Infektion ist an der frischen Luft geringer als in Räumen. (zu dpa Der Frühling und Corona: Wie saisonale Effekte auf das Virus wirken) Foto: Felix Kästle/dpa +++ dpa-Bildfunk +++
Der Frühling und Corona

Aktuelle Wettertrends fürs Frühjahr 2022

Hierzu schaut Alexander auf die experimentellen Langfristprognosen. „Im Fokus sind hierbei beispielsweise das CFS-Modell des Amerikanischen Wetterdienstes NOAA oder die Trends des Europäischen Wettermodells”, erläutert er. „Für den Februar sehen die NOAA-Vorhersagen eine noch meist ausgeglichene Temperaturbilanz, was eben auch für den Winter weitere Optionen beziehungsweise Kaltluftvorstöße zulässt.” Für das Frühjahr seien Kälterückfälle - ähnlich wie im April und im Mai 2021 - natürlich ebenfalls nicht auszuschließen.

Alles in allem sehen die Berechnungen derzeit aber von März bis Mai wohl einen deutlichen Temperaturüberschuss auf uns zukommen. Vor allem zu Beginn des Frühjahrs, das meteorologisch gesehen ja bereits am 1. März beginnt: „Besonders der März 2022 als erster Frühlingsmonat wird aktuell nahezu in ganz Europa mit 1 bis 3 Grad über dem langjährigen Mittelwert berechnet.

Und was macht der Regen - steht uns wieder eine Dürre-Situation bevor?

Auch hier sieht Alexander größere Probleme vor allem im März, der nach aktuellem Stand sogar deutlich zu trocken berechnet werde. Zur weiteren Wachstumsphase im April und im Mai sehen die Wettercomputer in puncto Regen aber zumindest etwas entspannter aus: „Die aktuellen Trends bewerten den April und den Mai tendenziell durchschnittlich nass.” Damit wäre das Frühjahr unterm Strich zu warm und insgesamt leider auch zu trocken. Bleibt zu hoffen, dass die Wettercomputer ihre Trends noch drehen. Denn eines ist sicher: was wir definitiv nicht mehr brauchen, sind weitere zu trockene Frühjahre und Sommer.

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(bal und oha)