Wettertrend vom 06.08.2016: Die zweite Augusthälfte nimmt sich einiges vor

Hochdruckeinfluss zur Monatsmitte

War’s das jetzt mit Sommer? Kommt der Herbst? Oder wie geht es nach dem Kälteeinbruch weiter? Folgen Hitzetage, damit der Kreislauf so richtig gefordert wird? Ganz anders: Es sieht nach einem normalen Verlauf des Augusts aus.

Wettertrend Deutschland
Wettertrend: Das Wetter im August hat noch einiges zu bieten. © picture alliance / ZB, Matthias Hiekel, mhi pzi

Mal etwas Allgemeines vorneweg: Es ist ganz typisch, dass im August der Übergang vom Sommer zum Herbst beginnt. Die generelle Wetterlage stellt sich langsam um, im Süden gibt es noch anhaltende Schönwetterlagen, im Norden machen sich vermehrt Tiefdruckgebiete mit ihren Fronten bemerkbar. Und die Tage werden ja auch schon wieder kürzer. Viel Hoffnung auf hochsommerliche Tage können wir also nicht mehr machen. Allerdings sieht es auch nicht nach einer länger anhaltenden „Eiszeit“ aus.

Ab Ende der Woche scheint sich zunächst Hochdruck in Deutschland breit zu machen und es geht aufwärts mit den Temperaturen. Am Wochenende (13./14.08.) stehen schon wieder Zahlen größer als 20 auf den Thermometern, im Südwesten geht‘s sogar über die 25 hinaus, an der Küste bleibt es ein wenig frischer. Dazu ist es voraussichtlich weitgehend trocken.

Es sieht danach aus, dass sich das Wetter in der dritten Augustwoche ganz versöhnlich zeigt und die Temperaturen sich um 25 Grad einpendeln. Allerdings zeigt ja die jüngste Vergangenheit, dass konstante Phasen in diesem Sommer eher unwahrscheinlich sind. Die Berechnung des Niederschlags auf diese lange Sicht ist noch schwieriger. Zurzeit ist nur sehr wenig Niederschlag berechnet. Höchstwahrscheinlich müssen die Wettervorhersagerechner bei der nächsten Veränderung der Ausgangslage da nochmal nachbessern. Aber wer weiß.

Mit diesem Trend läge der August völlig auf Normalkurs. Auch für die dritte Dekade ab dem 20. August berechnet die 28-Tage-Temperaturprognose für weite Teile Deutschlands durchschnittliche Werte. Auch die unterdurchschnittlichen Verläufe für den Rest liegen nur geringfügig unter dem langjährigen Mittel. So sollte der Temperatureinbruch in der zweiten Augusthälfte kein Dauerzustand werden.

Claudia Träger / wetter.de