Wettertrend für 7 Tage vom 30.12.2017: Januarstart mit großen Regenmengen und recht warm

Die hochsommerliche Großwetterlage sitzt fest
Die hochsommerliche Großwetterlage sitzt fest Der Strömungsfilm für Europa 00:37

Über den Jahreswechsel hinein ins bestimmt für uns alle ganz grandiose Jahr 2018 hüllen wir hier - weil wir ja höfliche Menschen sind - den Mantel des Schweigens. Mantel ist dabei kein schlechtes Stichwort. Regenmantel vielleicht ein noch besseres. Wer es trotzdem wissen will, wie dürftig das Jahr beginnt, der möge diesen verlinkten Artikel hier lesen. Und dann? Wie gestaltet sich Woche 1 des neuen Jahres?

Regen leider ein Dauerthema - Sonne eher nicht

An Neujahr wird es im Süden als kleinen Willkommensgruß des neuen Jahres ein paar Stunden Sonne geben. Hurra. Der Westen kriegt den ganzen Regen ab und im Norden wird es viele Wolken geben. Trocken sollte es im Osten bleiben. Das Ganze bei 7 bis 11 Grad. 

Am Dienstag kehrt der Winter in die Alpen zurück. Verbreitet kann es regnen, insgesamt wird es eine Spur kühler, zweistellige Werte sehen wir nicht mehr. Die Sonne gibt es vielleicht mal im Norden zu sehen.

Mittwoch bis Freitag: es bleibt mild

Am Mittwoch zieht eine fette Regenfront durch und die bringt fürchterliche Niederschläge mit bis zu 40 Liter pro Quadratmeter an diesem Tag. Vor allem im Westen und Südwesten knallt es richtig runter. Der Rhein, der Neckar, die Mosel, das wird alles problematisch werden mit Hochwasser. Immerhin hört es in den Alpen auf zu tauen und die Schneefallgrenze kommt wieder runter.  

Am Donnerstag lugt die Sonne vielleicht im Norden mal wieder durch die Wolken. Die Temperaturen liegen irgendwo zwischen 4 und 7 Grad und machen nicht wirklich Spaß. Im Süden gibt es neue Niederschläge, die in den Bergen als Schnee runterkommen sollten. 

Auch am Freitag gibt es neue Niederschläge, am ehesten trocken bleibt man ganz im Osten. Die Temperaturen können am Rhein auch wieder 10 Grad knacken, im Osten erwarten wir eher 5 bis 7. Insgesamt scheint es eine Spur wärmer zu werden, die Schneefallgrenze steigt wohl wieder, was Tauwetter bedeutet und bei diesen Niederschlägen die Hochwassergefahr weiter verschärft. 

Hochwassergefahr steigt: Insgesamt kommen bis zu 200 Liter zusammen

Der Wettertrend für 7 Tage
Symbolbild: Eine Warnschild ragt am aus dem Hochwasser einer überfluteten Straße. © dpa/dpaweb, A3542 Karl-Josef Hildenbrand

Insgesamt kommen in den nächsten 8 bis 10 Tagen flächendeckend im Westen und Süden 50 bis 100 Liter Regen zusammen. Im Schwarzwald, den westlichen Mittelgebirgen und dem Sauerland werden es bis zu 200 Liter! Der Boden ist nach dem nassen Herbst und Frühwinter weitgehend gesättigt, aus Lagen oberhalb etwa 800 Meter kommt reichlich Schmelzwasser dazu.

Eine mittlere Hochwasserlage an Rhein, Saar, Mosel (abgeschwächt Donau, Neckar, Main) scheint sehr wahrscheinlich. Sogar ein großes Hochwasser an Rhein und Mosel ist möglich. Selbst am bayerischen Alpenrand müssen wir die Flüsse im Auge behalten, weil immer Tauwetter herrschen wird.

Erst am Wochenende wird es trockener und kühler

Erst zum ersten Januarwochenende (06.01./07.01.) trocknet es wieder ab. Dann fallen übrigens auch die Temperaturen wieder. Nein, nicht in den Frostbereich, aber immerhin in den unteren einstelligen Bereich. Sonne bleibt allerdings weiterhin, wie auch schon in der Woche, absolute Mangelware.