Wettertrend für 7 Tage vom 19.01.2018: Milderung und Regen können die Flusspegel wieder nach oben treiben

Mildere Luft kann sich nicht durchsetzen
Mildere Luft kann sich nicht durchsetzen Der Strömungsfilm für Europa 00:37

Schon jetzt wieder Hochwasser an der Mosel

Kaum ist der Sturm vom Donnerstag überstanden, bahnt sich schon das nächste Unheil an. Wind ist in den nächsten Tagen zwar nicht wirklich ein Thema, doch da Deutschland weiter unter Tiefdruckeinfluss bleibt, steigt mit teils kräftigen Niederschlägen und einer Milderung zum Wochenanfang die Hochwassergefahr wieder an. 

Ab Samstag bauen sich neue Hochwasserwellen auf

Der Reihe nach: Am Samstag lassen im Norden und Osten die Schneeschauer nach und ab und zu zeigt sich auch die Sonne. Grau und trüb bleibt es dagegen im Süden und Westen. Dazu schneit es dort weiter, wobei die Schneefallgrenze allmählich auf 500 Meter, im Schwarzwald bis 800 Meter ansteigt. Unterhalb dieser Grenzen regnet es kräftig. Damit bauen sich dann im Oberrhein und der französischen Saar und französischen Mosel neue Hochwasserwellen auf. Mit höchstens 1 bis 6, im Bergland -2 bis 0 Grad ist es allgemein kälter. An der Mosel schlägt das Hochwasser jetzt schon wieder zu: Am Freitag lag der Wasserstand am Pegel Trier bei rund 6,75 Metern - das sind etwa 3,50 Meter mehr als normal. Ab 6,95 m wird die Schifffahrt eingestellt. 

Der Sonntag wird in weiten Teilen des Landes freundlich und es bleibt trocken. Nur in den östlichen Mittelgebirgen fallen noch einzelne Schneeschauer. Vom Saarland über den Südschwarzwald schneit es, doch unterhalb von 500 Meter kommen die Niederschläge als Regen oder Schneeregen herunter. Mit 0 bis 6 Grad gibt es kaum Änderungen bei den Temperaturen. 

Die Hochwassergefahr steigt am Montag an

Zu Beginn der neuen Woche steigt am Montag die Hochwassergefahr an den Zuflüssen zum Rhein, denn im Süden und Südwesten regnet es teils kräftig, dazu setzt mit milden 7 bis 12 Grad Tauwetter ein. Die Hochwasserwellen aus den Nachbarländern "kollidieren" dann mit den schnell ansteigenden Nebenflüssen, was dann zu einem stärkeren Hochwasser am Montag und Dienstag in der gesamten Südwesthälfte Deutschlands führen kann. Mosel, Saar, Neckar, Main, Donau und Rhein könnten dann über die Ufer treten.

Am Dienstag sind die kräftigen Niederschläge im Süden dann durch, das Wetter beruhigt sich wieder. Doch ganz trocken wird der Tag nicht über die Bühne gehen. Mit 7 bis 12 Grad bleibt es in der Westhälfte weiter mild und mit 5 bis 9 Grad ist es nun auch in er Osthälfte nicht mehr ganz so kalt.

Zur Wochenmitte scheint der Winter dann völlig überzuschnappen. Im Westen steigen die Temperaturen auf bis zu 15 Grad hinauf, aber auch sonst ist es mit 8 bis 12 Grad außergewöhnlich mild. Dazu bleibt es meist trocken und im Süden kommt sogar die Sonne heraus.

Weiterhin mild und meist trocken mit etwas Sonnenschein geht es auch den Rest der Woche zu, bevor es am Wochenende wieder etwas kühler wird. Wie winterlich es wird, das lesen Sie in unserem 30-Tage-Trend.