Wetterrückblick Oktober 2010

Wetterrückblick Oktober 2010
© dpa, Ronald Wittek

Fast Goldener Oktober, aber zu kühl

Der Oktober 2010 war mit durchschnittlich 8,1 Grad um etwa 0,9 Grad kälter als das vieljährige Mittel. Im Jahr 2010 gab es damit bislang fünf zu warme und fünf zu kalte Monate.

Anfang des Monats stiegen die Temperaturen noch auf sommerliche Werte. Das Thermometer zeigte am 3. und 4. im Südwesten und im Süden örtlich sogar mehr als 25 Grad. An der Spitze lagen mit 25,9 Grad gleich drei Orte: Wielenbach (nördlich von Weilheim), Elzach-Fisnacht (im mittleren Schwarzwald) und Baden-Baden-Geroldsau. Etwa ab der Monatsmitte sank das Quecksilber nachts häufig in frostige Bereiche. So wurden in Sohland an der Spree 16, in Carlsfeld im Erzgebirge 15 und in Bad Königshofen in Unterfranken 14 Frosttage gemeldet. Das Minimum verzeichnete die Station Oberstdorf am 22. mit -7,2 Grad.

An der Küste nass, sonst verbreitet sehr trocken, aber erster Schnee

Mit rund 36 Litern pro Quadratmeter erreichte der Oktober 2010 nur etwa 64 Prozent seines Solls von 56 Litern. Die gleichen Gebiete, die Ende September von Dauerregen und schwerem Hochwasser betroffen waren, blieben im Oktober am trockensten. So meldete z.B. Dresden-Strehlen im ganzen Oktober nur 5 Liter und entsprechend 13 Prozent des Monatssolls. Anders als im Landesinneren wurde in den küstennahen Regionen das Niederschlagssoll meist übertroffen. Hier traten die Kaltlufteinbrüche mit Schauer und manchmal Gewitter auf. Die größte Tagesmenge fiel am 21. in Barth westlich von Stralsund mit 33,7 Litern, nasseste Station insgesamt war diesmal Emden mit rund 117 Litern pro Quadratmeter. In der zweiten Monatshälfte ging der Regen in höheren Lagen teilweise bereits in Schnee über und die Landschaften zeigten sich in einem winterlichen Kleid. In Oy-Mittelberg lag die weiße Pracht am 20. bereits 13 Zentimeter hoch.

Im Osten mehr Sonnenschein als im Westen

Die durchschnittliche Sonnenscheindauer übertraf im Oktober 2010 mit 128 Stunden das Soll von 108 Stunden um 18 Prozent. Sonnenscheinreiche Regionen lagen verstreut im Osten des Bundesgebietes, vor allem aber in Sachsen, Mecklenburg-Vorpommern und Sachsen-Anhalt. Den meisten Sonnenschein erhielt die Station Görlitz mit 172 Stunden, den wenigsten Bad Kohlgrub-Rosshof mit 87 Stunden.