Der Altweibersommer schaut oft vorbei

Sommer, Herbst und Frost: Das alles kann das Wetter im September

Der Altweibersommer gehört einfach im September dazu
Der September ist nicht nur bunt, sondern auch sehr variabel, was das Wetter angeht. © imago images/Ralph Peters, Ralph Peters via www.imago-images.de, www.imago-images.de

Das Wetter im September gehört zu den beständigsten im ganzen Jahr

Der Wettermonat September ist nicht nur sehr facettenreich, bunt und vielfältig, sondern auch DER Monat der Ernte, er ist DER erste Herbstmonat und er ist DER Wandermonat schlechthin. Und als Zugabe schaut der Altweibersommer häufig im letzten Septemberdrittel vorbei. Der September gehört insgesamt zu den beständigsten Wettermonaten im ganzen Jahr. Das lässt hoffen, denn die letzten Wochen und Monate waren ja doch sehr unbeständig und wechselhaft.

Altweibersommer eng mit dem September verbunden

Das Wetter im September ist normalerweise sehr beständig.
Typisch für das Wetter im September: Tautropfen auf einem Spinnennetz. Besonders im Altweibersommer ist das besonders gut zu beobachten © picture alliance / dpa, Jens Büttner

Die Witterung während des Altweibersommers ist geprägt von milden, sonnigen und trockenen Tagen. In den Nächten kühlt es jedoch durch die im September schnell kürzer werdenden Tage schon deutlich aus. In den Morgenstunden bildet sich oft Nebel oder Tau, woher auch der Name "Altweibersommer" kommt. Er leitet sich von Spinnenweben ab, mit deren Hilfe die Baldachinspinnen im Herbst durch die Luft segeln. Das Wort "Weiben" bezeichnete im Althochdeutschen das Weben von Spinnennetzen. Diese Spinnennetze werden im Morgentau in den Altweibersommertagen besonders gut sichtbar.

So eine Altweibersommerwetterlage tritt mit über 70 prozentiger Wahrscheinlichkeit vom 20. September bis etwa Anfang Oktober auf.

Tageslänge und Temperaturen gehen im September zurück

Im September geht es mit den Temperaturen wieder abwärts.
Durchschnittliche Höchsttemperatur in Deutschland nach Monat: Im September geht es abwärts. © statista

Die Tageslänge geht im September von 13 Stunden und 29 Minuten auf 11 Stunden und 42 Minuten zurück. Der Tag verliert also knapp zwei Stunden, das sind jeden Tag knapp 3 bis 4 Minuten.

Am 22.09. ist um 21:21 Uhr kalendarischer und astronomischer Herbstanfang und die Sonne steht dann wieder senkrecht über dem Äquator. Bedingt durch diesen Sonnenstand nimmt die Durchschnittstemperatur ab. Sie liegt bei 13,3 Grad (Mittel 1961 – 1990) und bei 13,8 Grad (Mittel 1991 – 2020). Im August ist sie mit 16,5 Grad noch knapp 3 Grad höher.

Hitze und Frost - das Wetter im September kann beides

Der September kann Sommer wie Winter
Über 35 Grad auf der einen, unter Null Grad auf der anderen Seite - auch das kann das Wetter im September. © imago/Rene Traut, Rene Traut, imago stock&people

Der September kann Sommer wie Winter. Sogar große Hitze mit Temperaturen über 35 Grad. Der höchste gemessene Wert im September liegt bei 36,5 Grad, einmal am 03.09.1911 in Jena und einmal am 19.09.1947 im Bühlertal.

Die tiefste Temperatur im Flachland wurde mit -6,5 Grad am 17.09.1971 in Trochtelfingen (Baden-Württemberg) gemeldet. Strengen Frost gab es mit -14,7 Grad auf der knapp 3.000 Meter hohen Zugspitze am 29.09.1936.

Fast 500 Liter: Irre Niederschlagsmenge auf dem Brocken

Normalerweise zeigt sich der September nicht ganz so nass wie der August. Das Niederschlagsvolumen nimmt gegenüber dem August (77 Liter auf den Quadratmeter) auf 61 Liter ab.

Es gab aber auch extreme Ausreißer: Im September 2001 wurden auf dem Brocken im Harz 493 Liter Regen gemessen.

Der Polarwirbel legt los - Nordhalbkugel stellt schon mal auf Winterzeit

Während der Sommer im September ebenfalls noch Auftritte haben kann, schaltet die große Wetterküche der Nordhalbkugel schon mal auf Winterzeit. Denn der Polarwirbel kommt mit den kürzer werdenden Tagen allmählich in Gang. Auch der Klimawandel hat Auswirkungen auf den Big-Player unseres Winters.

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(oha)