Wetterprognose: Das bringt der August

Temperaturen und Luftströmungen für 5 Tage
Temperaturen und Luftströmungen für 5 Tage Der Strömungsfilm für Europa 00:40

Azorenhochs bringen erst einmal schönstes Sommerwetter

Wir sind in den letzten Wochen schon durch einige Tiefs gegangen, nun geht es wieder aufwärts. Das Azorenhoch schickt uns einige Ableger, die sich von Mitteleuropa bis nach Osteuropa verteilen. Zwar liegen nordwestlich davon einige Tiefs, die von den Hochs jedoch kurzerhand vertrieben werden. Und damit kommt die warme Luft zu uns. In der kommenden Woche wird über Skandinavien eine große Hochdrucklage dafür sorgen, das die trockene Luft aus dem Süden zu uns gesaugt wird. Die Hitze ist dann, auf jeden Fall vorerst, zurück in Deutschland.

So wird der August 30.07.2015
Die Wetterprognose für den August sieht für die ersten beiden Wochen stabiles Wetter vor. © dpa, Ralf Hirschberger

Dieses große Skandinavien-Hoch wird sich im Verlauf der zweiten Augustwoche voraussichtlich nach Osten verziehen und einem Tief über dem Atlantik freie Bahn gewähren, um sich über Nordeuropa zu verteilen. Im Norden und Nordwesten von Deutschland wird der Sommer dadurch immer wieder vertrieben. Im Süden hingegen geht es voraussichtlich gut weiter, eine längere sommerliche Phase steht bis Mitte des Monats an.

Schaut man auf die Wetterkarten, sieht man für die Küsten 20 Grad plus X zur Monatsmitte. Im Westen können es um die 24 werden, im Osten mit 26 Grad noch etwas wärmer. Der Süden bleibt bei rund 27 Grad der Sieger beim Temperaturwettbewerb.

Das amerikanische Wettermodell GFS berechnet für den Norden Deutschlands Richtung Monatsmitte ebenfalls eine unterdurchschnittlich warme Entwicklung. Auch Niederschläge werden berechnet. Im Süden fällt die Temperaturkurve nach den extrem warmen Tagen am Monatsbeginn wieder auf das langjährige Mittel zurück und bringt damit durchschnittlich warme Sommer-Temperaturen. Dazu gesellt sich dann laut GFS eine Menge Regen. Eine schwülwarme Mischung also, die möglicherweise wieder Gewitter nach sich zieht.

In den Langfristprognose bestätigt sich diese Zweiteilung. Nur für den Südosten sieht es auch in der zweiten Monatshälfte nach überdurchschnittlichen Temperaturen aus. In den anderen Bundesländern geht es erst zum Ende des Monats wieder über das langjährige Mittel hinaus. Im Norden sind die Abweichungen nach unten ziemlich deutlich.