Wetterphänomen Niederschlag

Wetterphänomen Niederschlag
© dpa, A3446 Patrick Seeger

Ganz gleich, ob es regnet, hagelt oder schneit – immer ist im Wetterbericht von 'Niederschlag’ die Rede. Aber wodurch unterscheiden sich die Formen des Niederschlags?

Regen

Klar ist: Ohne Wolken gäbe es keinen Regen. Denn Regentropfen entstehen aus dem Wasserdampf innerhalb einer Wolke, und zwar entweder (in großer Höhe und bei großer Kälte) aus gefrorenen Eiskristallen oder (in tiefer liegenden und damit wärmeren Wolken) aus Zusammenschlüssen flüssiger Tröpfchen um feinste Staubteilchen. Je nachdem, wie viele Wasserpartikel sich zusammenschließen, erreichen die Tropfen einen Durchmesser von 0,5 bis 5 Millimeter. Sie fallen mit Erreichen einer bestimmten Größe aus der Wolke zum Boden - manche Eiskristalle schmelzen während des Sturzes durch wärmere Luftschichten zu Regen.

Graupel

In seiner Beschaffenheit ähnelt Graupel dem Hagel. Es handelt sich um lockere oder feste Eiskörner mit einem Durchmesser von 2 bis 5 Millimetern, die beim Aufprall auf den Boden teilweise hochspringen. Unterschieden wird zwischen Reifgraupel (trocken, weiß und undurchsichtig) und Frostgraupel (nass und trüb).

Hagel

Wenn gefrorene Regentropfen mit einem Durchmesser von etwa 5 bis 50 Millimetern auf den Boden prasseln, sprechen Meteorologen von Hagel. Die festen Eiskörner entstehen in hohen Gewitterwolken mit starken Auf- und Abwinden. Dort prallen immer wieder kalte Wassertropfen auf Eiskristalle und frieren dabei zu sogenannten ‚Hagelembryos’ zusammen. Manche Hagelkörner werden bis zu 10 Zentimeter groß und beulen mit ihrer Wucht beim Sturz auf die Erde manchmal selbst Autostahl ein. Sie bestehen aus einem festen Eiskern und mehreren gefrorenen Schichten.

Schnee

Wie Regen bildet sich auch Schnee innerhalb von Wolken, indem sich mehrere Eiskristalle zu einer schweren Schneeflocke verketten. Wenn die Temperatur zwischen Wolke und Erdboden unter dem Gefrierpunkt liegt, gleitet das Eiskristall-Häufchen als Schneeflocke in sechseckiger Sternform zu Boden. Ansonsten schmilzt sie zum Regentropfen. Die größte Schneeflocke der Weltgeschichte ist im Januar 1887 in Fort Keough (USA) gelandet – sie maß sage und schreibe 38 Zentimeter.

Schneegriesel

Aus Hochnebel fällt in kalten Jahreszeiten manchmal Schneegriesel. Dabei handelt es sich um weiße, längliche Körner, die einen Durchmesser von unter 1 Millimeter haben und leicht zerdrückbar sind. Griesel entsteht aus zusammengestoßenen Eisnadeln und Schneekristallen.

Sprühregen

Klein und fein ist er, der Sprüh- oder Nieselregen. Genau gesagt gehören nur Mini-Regentropfen mit einem Durchmesser von unter 0,5 Millimetern in diese Niederschlagskategorie. Wie Griesel entsteht auch Sprühregen aus Hochnebel.