Wetterlexikon: Lake-Effekt

Der Lake Effekt: Wenn klater Wind über warme Seen streicht.
Eine Mütze aus Schnee gab's hier für ein Auto in Buffalo am Ufer des Eriesees. Wenn kalter Wind über die wärmeren Seen weht, kann es sehr viel schneien. © REUTERS, STRINGER

Was ist der Lake-Effekt?

Der Lake-Effekt ist eine meteorologische Besonderheit, mit dem starke Niederschläge und Wolkenbildung an großen Gewässern bezeichnet werden. Benannt ist er nach den Great Lakes im Norden der USA, an denen dieser Effekt am meisten auftritt. Er zeigt sich oft, wenn im Winter kalter Wind über große Seen fegt, deren Wasser relativ warm ist. Der aufgenommene Wasserdampf gefriert und geht am Ufer in Windrichtung als Schnee nieder. Die Schneehöhe steigt am leeseitigen Uferband schnell an. Der Schnee wird als Lake Effect Snow oder Snowsquall bezeichnet.

So passiert es, dass auf der einen Uferseite, an den Great Lakes meist Nordwest- und Südwestufer, kein Schnee liegt, während die gegenüberliegenden Ufer vollkommen eingeschneit sind. Am stärksten ist der Effekt beim großen und sehr tiefen Lake Superior. Auch in Deutschland konnte der Lake-Effekt schon beobachtet werden, beispielsweise 2013 in Lübeck. Dort erreichte der Schnee innerhalb von 24 Stunden eine Höhe von über 50 cm.