Computermodell zur Berechnung und Projektion des Klimas für einen bestimmten Zeitabschnitt

Wetterlexikon: Klimamodelle

Wetterlexikon: Klimamodelle
Ein Wissenschaftler vom Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung (PIK) steht an einem Hochleistungsrechner, mit dem Klimamodelle berechnet werden. © picture alliance / dpa, Patrick Pleul, ppl kde

Was sind Klimamodelle?

Klimamodelle sind mathematische Modelle, die Voraussagen über die Entwicklung des Klimas auf der Erde oder für eine bestimmte Region bezogen auf einen definierten Zeitabschnitt erlauben. Sie stellen eine Weiterentwicklung der numerischen Wettervorhersage dar und basieren ebenfalls auf erhobenen Daten, die in dreidimensionalen Gittermodellen abgebildet werden. Vorhersagen werden durch Lösungen mathematischer Gleichungen beschrieben, die sehr leistungsfähige Computer erfordern. Der bekannteste dieser Rechner ist der Earth Simulator in Japan.

Klimamodelle spielen bei der Erforschung des Klimawandels eine wichtige Rolle

Komplexe globale Modelle werden auch als GCM (Global Circulation Model) bezeichnet. Sie beschreiben die wichtigsten Vorgänge in der Atmosphäre, in den Weltmeeren und auf der Landfläche. Dabei sind starke Vereinfachungen erforderlich und die Maschenweite der Gittermodelle ist mit mehreren hundert Kilometern erheblich größer als bei der Wettervorhersage.

Komplexe Klimamodelle spielen bei der Erforschung des Klimawandels eine wichtige Rolle. Anders als bei Modellen von einfacher und mittlerer Komplexität ist es mit ihnen möglich, Prozesse im Klimasystem zu verstehen und zukünftige Entwicklungen zu simulieren.