Von Anfang des 14. Jahrhunderts bis in das 19. Jahrhundert herrschte relativ kühles Klima

Wetterlexikon: Kleine Eiszeit

Wetterlexikon: Kleine Eiszeit
Jan van Goyen (1596-1656): „Winterlandschaft mit Personen auf dem Eis“. © picture-alliance / akg-images, akg-images

Was ist eine kleine Eiszeit?

Die Kleine Eiszeit beschreibt eine Periode zwischen 1300 und 1900, die in Europa im Vergleich zu heute von deutlich kühleren Wetterbedingungen gekennzeichnet war. Auf das sogenannte mittelalterliche Optimum folgte im frühen 14. Jahrhundert die Kleine Eiszeit, als es plötzlich zu starken Temperaturschwankungen, erhöhten Niederschlägen, verkürzten Vegetationsphasen sowie Gletscherwachstum und häufigen Unwettern kam.

So kam es zur Kleinen Eiszeit

Das mittelalterliche Optimum war in den Jahren zwischen 800 und 1300 durch milde und stabile Wetterbedingungen gekennzeichnet. Zu den Ursachen, die zu Beginn des 14. Jahrhunderts zu einem abrupten Klimawandel und dem Beginn der Kleinen Eiszeit führten, existieren drei Hypothesen.

Der Kleinen Eiszeit liegt vermutlich die damals deutlich erhöhte vulkanische Aktivität in der Nähe des Äquators zugrunde. Ascheemissionen aus tropischen Vulkanen könnten durch Höhenwinde auf der ganzen Welt verteilt worden sein und die Sonneneinstrahlung reduziert haben. Durch eine gleichzeitige Schwächung des Golfstroms – bedingt durch die Zunahme von Schmelzwasser in der Arktis – sowie ein Wachstum der Gletscher wurden die Abkühlungsprozesse weiter verstärkt.