Wetterlexikon: Globale Erwärmung

Erderwärmung, ein vertrockneter Ast steckt in kahlem Boden unter glühender Sonne im Gegenlicht
Dürren sind eine Folge der Erderwärmung. © imago images / Martin Bäuml Fotodesign, via www.imago-images.de, www.imago-images.de

Was ist die Globale Erwärmung?

Mit der globalen Erwärmung oder Erderwärmung ist die Erwärmung der Erdatmosphäre und der Ozeane seit Beginn der Industrialisierung gemeint. Die Wissenschaft geht dabei von einem durch den Menschen gemachten (anthropogenen) Klimawandel aus. Oft wird daher der Begriff Klimawandel verwendet, wenn eigentlich die globale Erwärmung gemeint ist. Klimawandel gab und gibt es aber schon immer auch ohne menschlichen Einfluss, zum Beispiel durch eine veränderte Sonnenstrahlung oder eine natürliche Veränderung der Treibhausgaskonzentration in der Erdatmosphäre.

Die Globale Erwärmung ist menschengemacht

Seit Beginn der systematischen instrumentellen Klimamessungen im Jahre 1850 ist anhand der gemessenen Daten ersichtlich, dass sich die Atmosphäre und die Ozeane seit dem Beginn der Industrialisierung in erheblichem Umfang erwärmt haben. Da die anthropogene Emission von Treibhausgasen, vor allem Kohlenstoffdioxid (CO2), ab 1880 drastisch gestiegen ist und seitdem auch deutlich mehr CO2 in der Atmosphäre gemessen wird, ist davon auszugehen, dass die parallel steigende globale Erwärmung zum größten Teil menschengemacht ist.

Die erhöhte Verwendung fossiler Brennstoffe für die Strom- und Energieversorgung, Industrie, Flug- und Straßenverkehr sowie Brandrodung, Entwaldung und die Viehwirtschaft gelten unter anderem als ursächlich für die erhöhte Treibhausgaskonzentration und emittieren neben CO2 auch weitere Treibhausgase wie Methan, Lachgas und F-Gase (Fluorierte Treibhausgase) in die Atmosphäre.

Treibhausgase heizen Erdatmosphäre und Ozeane auf

 Protestschild beim Klimastreik Fridays for Future - GER, Germany, Deutschland, Berlin, 31.01.2020 - Berlin-Mitte: - Schüler, Studenten und Klimaaktivisten demonstrieren in Berlin.
Protestschild beim Klimastreik "Fridays for Future" in Berlin. © imago images/Müller-Stauffenberg, MÃ’¼ller-Stauffenberg via www.imago-images.de, www.imago-images.de

Treibhausgase, zu denen auch Ozon und Wasserdampf gehören, werden auch durch die Natur in die Atmosphäre übertragen. Eine zu hohe Treibhausgaskonzentration sorgt jedoch dafür, dass die von der Erde ausgehende langwellige Wärmestrahlung, die an den Weltraum zurückgegeben wird, stärker absorbiert wird und so mehr Wärme in der Erdatmosphäre bestehen bleibt. Dies hat zur Folge, dass sich die Erde und die Ozeane weiter aufheizen.

Neben dem natürlichen Treibhauseffekt entsteht so ein zusätzlicher Treibhauseffekt - mit unmittelbaren und teilweise bereits zu beobachtenden Folgen wie Polkappen- und Gletscherschmelze, den Anstieg des Meeresspiegels, Artensterben und schwächer werdende Meeresströmungen. Klimaforscher fürchten weitere unvorhersehbare Wechselwirkungen, die den Gleichgewichtszustand des globalen Klimasystems nachhaltig und unumkehrbar verändern könnten.