Wetterlexikon: Die Eisheiligen (Mamertus, Pankratius, Servatius, Bonifatius und Sophia)

Was sind die Eisheiligen?

Die Eisheiligen sind je nach Region drei bis fünf Heilige, deren Gedenktage Mitte Mai liegen, nämlich im Zeitraum 11. bis 15. Mai. Im Volksglauben kann man an diesen Tagen Voraussagen über das Wetter der kommenden Wochen und Monate machen. 

Mamertus, Pankratius, Servatius, Bonifatius und Sophia

Wetterlexikon: Die Eisheiligen (Mamertus, Pankratius, Servatius, Bonifatius und Sophia)
© dpa, Stephan Jansen

Die Eisheiligen sind: Mamertus, Pankratius, Servatius, Bonifatius und Sophia. Insbesondere Letztere kommt als Kalte Sophie in zahlreichen Bauernregeln vor. Verschiedenen Regeln zufolge kann erst nach Sophia mit konstantem Frühlingswetter gerechnet werden.

Bei der Orientierung an den Eisheiligen ist allerdings zu bedenken, dass die entsprechenden Regeln vor der Gregorianischen Kalenderreform geschaffen wurden. Dementsprechend lagen die Gedenktage knapp zwei Wochen später. Die zugehörigen Bauernregeln treffen also für Ende Mai zu. Ab diesem Zeitpunkt, mit Ausnahme der Schafskälte im Juni, muss nicht mehr mit größeren Kälteeinbrüchen gerechnet werden.

Regionale Unterschiede bei den Eisheiligen erklären sich durch unterschiedliche klimatische Bedingungen, so treffen Ende Mai Kaltluftströmungen von Skandinavien meist einen Tag früher auf Norddeutschland als auf Süddeutschland.