Von Schnee bis Sturmgefahr

Weichenstellung Januar 2022 - zwischen den Jahren dreht die Wetterküche auf

Prognosen mit unterschiedlichem Jahresausklang

Der Dezember 2021 hatte bislang schon richtig was in Sachen Wetter im Angebot. Und auch am Ende möchte er eine durchaus spannende Jahresendrallye anbieten. Von reichlich Schnee bis zu einer lauwarmen Sturmlage ist vieles möglich. RTL-Meteorologe Björn Alexander schaut auf die geteilten Prognosen der Wettercomputer.

Niederschläge aktuell

Wie sind die Aussichten zwischen den Jahren?

„Nachdem das Wetter an Weihnachten 2021 selbst zum jetzigen Zeitpunkt noch etliche Unsicherheiten im Detail anbietet, werden die verschiedenen Ansätze bei den Wettercomputer im Anschluss natürlich eher noch größer.” Das lasse für die Jahresendrallye noch reichlich Optionen, weiß Alexander weiter: „Von teils tief verschneiten Regionen bis hin zu mildem Tauwetter mit satter Sturmgefahr ist auf den letzten Metern des Jahres alles mit dabei.”

Schneegestöber zwischen den Jahren - möglich ist es

Die Graphik zeigt die Chancen auf eine geschlossene Schneedecke am 28. Dezember 2021
Schnee am 28.Dezember 2021 - hier lassen die Wettercomputer noch weiße Träumereien zu

Extrem Nummer 1 - Winteransatz auf den letzten Metern

Beim Blick auf die vorhersagten Schneehöhen hat der RTL-Meteorologe zwei extreme Vorhersagen im Fokus. Er deutet auf die Berechnungen des Kanadischen und des Schweizer Wettermodells bis zum Jahresende. Beide Vorhersagen hätten zuletzt wiederholt tiefwinterliche Trends in Teilen der Mittelgebirge sowie generell in der Osthälfte Deutschlands mit im Rennen gehabt. „Da waren selbst im Flachland Schneehöhen von 30 bis 50 Zentimetern dabei”, fasst Alexander die Prognosen zusammen. Und natürlich seien dort dementsprechend eiskalte Temperaturen vorherrschend.

Frostgefahr - auch nach Weihnachten bleibt es teils ziemlich kalt

Die Graphik zeigt die Wahrscheinlichkeit von Frost und Bodenfrost am 28. Dezember 2021.
Frost und Bodenfrost am 28. Dezember 2021

Extrem Nummer 2 - Sturmlage mit milden Temperaturen

„Den massiven Gegenpol zu den winterlichen Träumereien bereiten hingegen beispielsweise die Trends des Amerikanischen Wettermodells. Demnach würde sich der Schnee in Deutschland auf den letzten Tagen des alten Jahres verabschieden”, fährt der RTL-Meteorologe fort. Selbst eine richtige Sturmlage sei zwischenzeitlich Bestandteil der Computermodelle. Gleichzeitig beziehen diese Ansätze ziemlich milde Luft aus West bis Südwest mit ein, so dass wir uns am Ende des Jahres eher auf milde Tageshöchstwerte zwischen 4 und 12 Grad einstellen müssten.

RTL-Meteorologe Björn Alexander blickt auf das Wetter zwischen den Jahren

Das Bild zeigt den RTL-Meteorologen Björn Alexander
RTL-Meteorologe Björn Alexander

Spannende Wetterentwicklung zur Weichenstellung für den Januar

Derzeit zeichnet sich also eine abwechslungsreiche Wetterzeit auch bis zum Jahreswechsel ab. So ist laut Alexander ja so ziemlich alles mit dabei. Außerdem stelle sich hierbei direkt einmal die Wetterweiche fürs neue Jahr. Ungewöhnlich sei unter anderem der Blick auf die experimentellen Langfristvorhersagen der Amerikanischen Wetterdienstes NOAA: „Bei den Monatsprognosen fällt auf, dass der Januar 2022 in Mittel- und Südeuropa meistens nur durchschnittlich temperiert berechnet wird. Zudem deuten die Trends in Deutschland darauf hin, dass insbesondere der Osten einen zu kalten Januar 2022 erleben könnte.“

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(bal, oha)