Bibbern im Norden

Sturmböen und kräftige Gewitter - doch der August mag’s heiß

von Björn Alexander und Carlo Pfaff

Während die große Hitze auch im Süden vorbei ist, muss sich der Norden in diesen Tagen sogar ziemlich warm anziehen. Keine 20 Grad und ein fieser Wind - das ist alles andere als sommerlich. Allerdings ziehen die Prognosen wieder an, sind zum Teil sogar erneut ziemlich schweißtreibend.

Oben im Video: Meteorologe Paul Heger mit den ausführlichen Aussichten

Die Ausgangslage: Hoch MIKA bringt Ruhe rein

Wetter.de-Meteorologe Carlo Pfaff schaut auf die Wetterkarte für Europa und kann es wohl ruhig angehen lassen. Denn Hoch MIKA ist vom Atlantik her bei uns angekommen und bringt entsprechende Aussichten: „Am Mittwoch und Donnerstag bleibt es in Deutschland meistens beim ruhigen Sommerwetter.” Das ist schon mal klasse, wenn auch das bundesdeutsche Wetterfeeling ziemlich unterschiedlich ist.

Küste mit Sturmgefahr statt Sommerfeeling

Höchstwerte für Donnerstag, 28. Juli 2022
Sommerwärme in Deutschland - nur der Norden hat das Nachsehen

An der Küste sind laut Pfaff „wiederholt starke bis stürmische Böen drin - vielleicht sogar Sturmböen”. Zumindest dürfte das bei den Urlaubern, die dem Wassersport rund um Kites und Surfbretter fröhnen, ganz gut ankommen. „Für einen richtigen Strandurlaub ist es aber bei Temperaturen von teils nicht mehr als 16 bis 19 Grad sicherlich ein bisschen zu frisch”, schätzt der Wetterexperte. Damit ist der Norden natürlich auch die kühlste Ecke in Deutschland - denn die Mitte und der Süden sind sommerlicher mit meist 24 bis an die 30 Grad.

Wind und Wetter in Deutschland – hier die aktuellen Prognosen und Karten

Wochenende auch im Norden wärmer

Die Vorhersage der Höchstwerte für Sonntag, 31. Juli 2022
Die Wärme breitet sich aus - ein versöhnliches Juli-Ende

Der Blick auf die Wetterlage am Wochenende zeigt auch für die Nordlichter ansteigende Temperaturen von um die 20 bis 24 Grad. Definitiv ein versöhnlicher Monatsausklang, der andernorts derweil mit Blitz und Donner vonstatten geht. Carlo Pfaff zu den Details: „Am Freitag und Samstag sind durch ein Gewittertief vor allem im Süden und Südosten zum Teil kräftige Gewitter drin. Auch Unwetter - beispielsweise durch Starkregen - sind nicht auszuschließen.” Mit Glück treffen die Gewittergüsse sogar die Waldbrandregionen im südlichen Ostdeutschland. Das wäre definitiv eine gewaltige Hilfe beim Kampf gegen die Flammen.

Neue Woche, neuer Monat und neue Hitze

In der kommenden Woche sieht Pfaff abermals eine zuweilen „hochsommerliche Entwicklung“. Auch wenn die Wettercomputer wohl noch unterschiedliche Ansätze verfolgen. Pfaff erläutert: „Recht sicher ist die nächste Hitzewelle im Süden und Südwesten bis herauf in die Landesmitte. Wahrscheinlich in der Größenordnung von Spitzen bis 35, vielleicht sogar 36 Grad.”

Es sei aber fraglich, wie weit sich der neue Hitzeschub nordwärts ausbreitet. Sommerlich werde es mit Höchstwerten um die 25 Grad aber ebenso im Norden.

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(bal, apf)