Wetter-Rückblick September 2010

Wetter-Rückblick September 2010
© dpa, Tobias Kleinschmidt

Zu kühl und zum Teil extrem nass

Die Durchschnittstemperatur im September lag deutschlandweit mit 12,4 Grad knapp ein Grad unter dem vieljährigen Mittel von 13,3 Grad. Es gab reichlich Niederschläge im Durchschnitt, immerhin 79 Liter im Vergleich zu 61 Liter pro Quadratmetern im langjährigen Mittel und örtlich sogar einige neue Monatsrekorde. Trotzdem wurde das Sonnenscheinsoll von 149 Stunden mit 144 Stunden noch fast erreicht.

Die ersten Septembertage brachten noch beständiges und freundliches Wetter, doch schon bald dominierte tiefer Luftdruck über Deutschland. Mit Tief Hiltrud zeigte sich sogar der erste Herbststurm. Beständiges Hochdruckwetter blieb Mangelware.

Zu Beginn der dritten Septemberdekade zeigte sich dann eine Spur Altweibersommer mit viel Sonne und spätsommerlichen Temperaturen. Diese Phase wurde jedoch schon bald in Teilen Bayerns und Ostdeutschlands durch regional heftige Gewitter abrupt beendet. Tiefdruckgebiete brachten dem Osten und Norden Deutschlands erhebliche Mengen an Niederschlägen.

Die höchste Temperatur des Monats wurde mit 26,1 Grad in Ohlsbach, nördlich von Freiburg, gemessen. Die niedrigste Temperatur wurde in Deutschneudorf im Erzgebirge mit -1,0 Grad erfasst. Der wärmste Ort im Durchschnitt war Helgoland mit 14,7 Grad.

Bei den Regenmengen gab es an vielen Messstellen neue Monatsrekorde. Hier wurde häufig das vier- bis fünffache des Klimamittelwertes erreicht. So meldete zum Beispiel Klettwitz südöstlich von Cottbus mit 160 Liter pro Quadratmeter mehr als fünfmal soviel Regen wie das vieljährige Septembermittel von 31 Liter. Auch in Halle-Köllwitz, in Sachsen-Anhalt, wurde mit 152 Liter die alte Rekordmarke aus dem Jahre 1952 um 50 Liter pro Quadratmeter deutlich übertroffen.

Die größte Sonnenscheindauer wurde in Rheinfelden mit 203 Stunden und die niedrigste auf dem Kahlen Asten mit 97 Stunden, nur 76 Prozent des Durchschnitts, gemessen.