Wetter-Rückblick Mai 2010

Wetter-Rückblick Mai 2010
© dpa, Peter Steffen

Wonnemonat kein Sonnenmonat

Der Mai 2010 war kühl, verregnet und extrem arm an Sonnenschein - alles andere als ein Wonnemonat. Erst über Pfingsten besserten ein paar warme und sonnige Tage die Monatsbilanz ein wenig auf. Die kurze Schönwetter-Phase beendeten heftige Gewitterstürme. Im Osten Deutschlands gab es bei einem Tornado ein Todesopfer und beträchtliche Gebäudeschäden.

Die durchschnittliche Temperatur lag im Mai um 1,7 Grad unter dem langjährigen Mittelwert. So kalt war es im Mai seit 1991 nicht mehr. Die Eisheiligen, die Mitte des Monats oft einen Kälteeinbruch bringen, fielen nicht weiter auf, denn es war an den meisten Tagen ungemütlich kalt, und in vielen Regionen gab es Nachtfrost, vor allem im Norden und Osten. Die meisten Frostnächte hatte Leck im nördlichen Schleswig-Holstein. Dort wurden in fünf Mainächten Temperaturen unter null Grad gemessen.

Zu nass war es im Mai fast überall - für Landwirte und Gärtner war der viele Regen aber nach dem extrem trockenen April ein Segen. Durchschnittlich fielen im Mai rund 104 Liter pro Quadratmeter, 46 Prozent mehr als in normalen Jahren. Auch Schnee gab es noch - in der Süd-Eifel lag am 6. Mai eine Schneedecke von zwei Zentimetern.

118 Stunden lang schien die Maisonne, das war nur gut die Hälfte des sonst üblichen Sonnenscheins. Seit Aufzeichnungsbeginn in den 1950er Jahren war es nur in den Jahren 1983 und 1984 ähnlich wolkenreich.