Wetter Rückblick Juni 2013

Dauerregen, Hochwasser und nur wenige Tage im Juni sommerlich und heiß

Wetter Rückblick Juni 2013
Im Süden und Osten extremes Hochwasser durch Dauerniederschläge

Herausragende Ereignisse des Monats waren die extremen Dauerniederschläge in den ersten Junitagen. Vor allem in Süd- und Ostdeutschland führte der Dauerregen zu einem schweren Hochwasser an Donau und Elbe. Es folgte ein kurzes, aber heißes sommerliches Gastspiel, das zum kalendarischen Sommerbeginn am 21. durch eine Kaltfront mit Gewittern ein jähes Ende fand.

Die Durchschnittstemperatur betrug bundesweit 15,8 Grad. Sie lag damit um etwa 0,4 Grad über dem Klimawert der international gültigen Referenzperiode 1961 bis 1990. Kühle und wärmere, teilweise auch schwüle Witterungsphasen wechselten sich ab. Der Juni hat recht frisch begonnen: Am 5. sank das Quecksilber in Deutschneudorf-

Brüderwiese im mittleren Erzgebirge nochmals auf 0,4 Grad. Zwischen dem 17. und 21. bescherte dann heiße Luft aus dem afrikanischen Raum

Deutschland eine kurze, intensive Hitzewelle mit Spitzenwerten von

teilweise über 35 Grad und zahlreichen neuen Temperaturrekorden für den Monat Juni.

Eine markante Kaltfront sorgte danach mit einem Temperatursturz von teilweise mehr als 15 Grad für ein abruptes Ende dieses sommerlichen Intermezzos.

Im Süden und Osten extremes Hochwasser durch Dauerniederschläge

Mit rund 98 Litern pro Quadratmeter erreichte der Juni bundesweit 116

Prozent des vieljährigen Durchschnitts. Anfangs sorgten die Tiefdruckgebiete „Frederik“ und „Günther“ über Mitteleuropa, vor allem in Ost- und Süddeutschlands für verbreitet starken Dauerregen. Etliche Orte stellten schon nach wenigen Tagen neue Monatsrekorde auf.

Vom 26. Mai bis 2. Juni waren über Deutschland 22,76 Billionen Liter Wasser gefallen, etwa 3 Billionen mehr als in der vergleichbaren Woche der Flut vom August 2002. An Donau und Elbe kam es zu historischen Hochwasserständen. Im Bereich einer Kaltfront traten am 20. und 21. dann unwetterartige Gewitter mit großkörnigem Hagel, verbreitetem Starkregen und Orkanböen auf.

Sonnenschein annähernd im Soll

Die Sonnenscheindauer lag im Juni mit rund 200 Stunden knapp über dem Klimawert von 198 Stunden. Die sonnigste Station war die Ostseeinsel Greifswalder Oie mit fast 310 Stunden. Auf dem Kahlen Asten schien die Sonne mit etwa 140 Stunden am wenigsten.