Wetter-Rückblick Februar 2014

Der Februar überraschte bereits mit Blütenpracht
Frühblüher Schneeglöckchen © dpa, Martin Gerten

Trocken und sonnig; von Winter kaum eine Spur

Die im Dezember und Januar vorherrschenden Wetterlagen änderten sich auch im Februar 2014 nicht: Deutschland befand sich immer wieder an der Südostflanke von Sturmtiefs und im Bereich milder Luft. Tiefausläufer brachten zwar häufige, aber überwiegend spärliche Niederschläge, die sich nach Osten hin merklich abschwächten und fast ausschließlich als Regen fielen.

Dazwischen ließ sich auch öfter die Sonne blicken. Das ergab insgesamt einen zu trockenen, sonnigen und ungewöhnlich milden Februar. Die Durchschnittstemperatur lag in Deutschland mit 4,3 Grad Celsius um 3,9 Grad höher als das Mittel. Einige Orte, z.B. Essen oder Rheinfelden am Hochrhein, hatten keine einzige Nacht mit Frost. Selbst in den Alpentälern sank das Quecksilber nicht unter -8 Grad. Im Gegenteil: Föhn ließ die Temperaturen dort vielfach auf Werte um 15 Grad empor

schnellen. Bei bis zu 19,4°C und Sonnenschein lockten am 15. in München die Biergärten. Durch die warme Witterung waren die ersten Blumen bereits verblüht, Wiesen zeigten sich in saftigem Grün und Allergiker litten längst unter dem Flug von Hasel- und Erlenpollen.

Beim Niederschlag verfehlte der Februar 2014 den Klimawert von 49 Litern pro Quadratmeter deutlich. Er erreichte mit rund 34 l/m² nur 70 Prozent des Durchschnitts. Atlantische Tiefausläufer, die immer wieder heranzogen, schwächten sich Richtung Osten erheblich ab oder lösten sich ganz auf. Im Westen führten sie zu häufigen Niederschlägen, die jedoch fast immer nur kleine Mengen brachten.

Schnee spielte im Februar praktisch keine Rolle. Sogar in sonst als schneesicher geltenden Orten, wie Oberstdorf, war dieser bereits Ende des ersten Monatsdrittels verschwunden.

In Puncto Sonnenschein übertraf der Februar 2014 mit etwa 88 Stunden sein Soll von 73 Stunden um 21 Prozent. Einige Gebiete im Westen, und hier vor allem das Saarland, blieben jedoch deutlich unter dem Klimawert: Örtlich wurden dort mit rund 30 Stunden nur 35 Prozent erreicht. Völlig anders präsentierten sich dagegen die anderen Regionen: Einige Messstellen im Osten kamen auf mehr als 200 Prozent und fast 140 Stunden. Manche Stationen und auch Bundesländer meldeten neue Rekorde.

Quelle: DWD