Wetter Oktober 2019: Ausreichend Regen und trotz Frost zu warm

Ohne Schirm wurden wir im Oktober 2019 oft nass.
Fast 90 Liter Regen sind im Oktober auf jeden Quadratmeter Deutschlands gefallen. © imago/Ralph Peters, imago stock&people

Viel Regen und ein erster Hauch vom Winter

Nach dem September zeigte sich auch der Oktober 2019 zu nass. Und das ist in Anbetracht der großen Trockenheit ausgangs des Sommers auf jeden Fall auch gut so. Die Sonnenanbeter unter uns hatten hingegen häufiger das Nachsehen. Denn die Sonne wurde eben überdurchschnittlich oft von den Wolken verdeckt.

Bei den Temperaturen gilt: trotz des eisigen Abgangs, der in den Alpen Schnee bis auf 1000 Meter runter und Bodenfrost von unter minus 10 Grad brachte, war es mal wieder deutlich zu warm. Hier die Details.

Fast 90 Liter pro Quadratmeter - doch es reicht noch nicht

Normalerweise bringt uns der Oktober gut 60 Liter Regen pro Quadratmeter. In den letzten Wochen fielen im deutschlandweiten Durchschnitt sogar gut 90 Liter auf jeden Quadratmeter. Das entspricht 150% und ist aufgrund der durchschnittlich 17 Regentage, die wir im Oktober hatten, auch ziemlich gut verteilt.

Alles in allem hat sich der Regen somit schon mal optimal im Oberboden ausgebreitet und die Trockenheit ist damit in den oberen Bodenschicht deutschlandweit zu Ende gegangen. Anders stellt sich das Bild im tieferen Boden zwischen 1 und 2 Meter dar. Hier fehlen nach wie vor einige Hundert Liter pro Quadratmeter, um in ganz Deutschland zur Normalität zurück zu kehren. Jedoch: ein Anfang ist definitiv gemacht.

Sonne im Oktober - Gewinner und Verlierer

Die hinteren Plätze bei der Sonnenbilanz liegen im Westen Deutschlands bis herein nach Hessen und Franken. Hier sind zum Teil kaum 70 Sonnenstunden zusammen gekommen. Das entspricht nur zwei Drittel des normalen Sonnensolls.

Im übrigen Land war es dagegen häufiger schön und der „Goldene Oktober“ hatte deutlich mehr Anteile. Besonders im Südosten unseres Landes. Hier brachte es die Sonne gerne mal auf 130 Betriebsstunden oder mehr und somit geht Platz eins bei den Bundesländern im Oktober an Sachsen.

Deutschlandweit betrachtet war die Sonnenausbeute in den vergangen Wochen mit um die 100 Stunden leicht unterdurchschnittlich bei knapp 90% im Vergleich zum langjährigen Mittelwert.

 Goldener Oktober im Park Englischer Garten in München.
Von den Alpen bis herauf nach Sachsen und Brandenburg gab es den "Goldenen Oktober" am häufigsten zu genießen. © imago images/Ralph Peters, Ralph Peters via www.imago-images.de, www.imago-images.de

Ein Sandwich-Monat: warme Mitte, drumherum kühl

Der Oktober startete eher unterkühlt, bevor die warme Mittelmeerluft den Spätsommer nochmals aufblitzen ließ. Höchstwerte von 24 bis 27 Grad waren keine Seltenheit, bevor es wieder abwärts ging. Erst schrittweise, dann aber ziemlich rasant in Form von kalter Polarluft, die uns einen eisgekühlten Abgang des Oktobers brachte.

In den Alpen fiel der Schnee bis auf etwa 1000 Meter runter und die Nächte waren die kältesten der Saison. Gerade Dessau fiel dabei durch besondere Fußkälte auf. Die Temperatur in Bodennähe, also in 5 Zentimetern Höhe, ging in den letzten Nächten nämlich in den zweistelligen Minusbereich bis um die minus 12 Grad.

Wie das Wetter genau bei Ihnen wird, erfahren Sie bei uns! Laden Sie die Wetter.de-App für Apple- und Android-Geräte herunter, um Ihre lokale Vorhersage für unterwegs zu erhalten.