Frühlingsgefühle zur Sommerzeitumstellung

Wetter macht langsam auf Frühling: Mehr Sonne und steigende Temperaturen

Ein laues Lüftchen weht die Eisluft weg

Noch ist es spätwinterlich kalt und Frau Holle lässt es auch noch einmal richtig schneien. Zudem weht uns zum kalendarischen Frühlingsanfang am Samstag ein eiskalter Wind um die Nasen und nachts wird es frostig kalt. Doch da erscheint in den Wetterkarten ein Lichtblick: Nächste Woche spekulieren die Wettercomputer auf ein Frühlingshoch. Und nicht nur das. Auch die Luft könnte deutlich wärmer werden. Selbst 20 Grad wären demnach nicht auszuschließen.

Am Samstag beginnt kalendarisch der Frühling: Doch ab wann können wir auch mit Frühlingswetter rechnen?

Krumbach / Lichtenau. Hochsitz im Sonnenaufgang am Rande eines Feldes im Ortsteil Biensdorf der Gemeinde Lichtenau. 20210303MIC0367_2 *** Krumbach Lichtenau High seat in the sunrise at the edge of a field in the district Biensdorf of the municipality
Nächste Woche können wir einen Wetterwechsel erwarten. Ein Hoch macht sich bereit, um das Zepter zu übernehmen. © imago images/STAR-MEDIA, STAR-MEDIA / Michael Schöne via www.imago-images.de, www.imago-images.de

RTL-Meteorologe Björn Alexander zum Frühlingsdurchbruch: „Unser zartes Pflänzchen Frühling braucht in diesem Jahr definitiv etwas länger, um mal richtig in die Blüte zu gelangen. Und zwar im wahrsten Sinne des Wortes. Nimmt man nämlich die Forsythien-Blüte als Zeiger für den Beginn des (Vor-) Frühlings, dann stellt man fest: die gelben Blüten sind in der Regel noch gar nicht da. Das unterscheidet den Frühling 2021 von vielen Frühlingen der letzten Jahre als es zum Teil bereits Anfang März mit der Forsythien-Blüte losging. Jetzt heißt es dagegen noch weiter abzuwarten. Denn vor Mitte beziehungsweise Ende nächster Woche wird es mit den Frühlingsgefühlen mit Temperaturen jenseits der 15 Grad wohl kaum etwas werden.”

Welches Wetter haben die Wetter-Computer zum Beginn der nächsten Woche für uns im Programm?

dpatopbilder - 28.02.2021, Baden-Württemberg, Überlingen: Ein junges Paar genießt am Bodensee das schöne Wetter. Foto: Christoph Schmidt/dpa +++ dpa-Bildfunk +++
Ab Mitte der nächsten Woche steigen die Temperaturen endlich an. © dpa, Christoph Schmidt, cdt hjb

Alexander: „Es wird mit jedem Tag etwas milder. Am Montag bringen es die Temperaturen auf 2 bis 10 Grad. Am Dienstag werden es voraussichtlich 5 bis 15, am Mittwoch dann 8 bis 15 Grad. Das ist zwar nach wie vor gar nicht so enorm für die Jahreszeit, aber natürlich viel besser als jetzt, wo die Temperaturen rund 3 bis 7 Grad unterm jahreszeitlichen Durchschnitt liegen.”

Wie sieht es es wettertechnisch aus?

Alexander:„Alles in allem ganz gut. So wie es sich jetzt darstellt beginnt nämlich nun die Zeit von Hoch „Margarethe“. Das liegt zunächst bei den Britischen Inseln und hat einen leichten Drang nach Skandinavien. Das hat zwar zunächst zur Folge, dass die Kaltluft aus dem Nordosten Europas über Deutschland bis weit runter ans Mittelmeer rutschen kann. Aber in der nächsten Woche kommt das Hoch dann immer weiter zu uns nach Deutschland. Damit kommt die wärmere Luft zu uns. Und die Sonnenanteile legen zu.“

Was heißt das im Detail?

Am Montag im Süden noch letzte Schneeschauer. Anschließend bleibt es dann aber trocken und abseits vom zum Teil zähen Nebel setzt sich häufiger die Sonne durch. In der zweiten Wochenhälfte könnte dann sogar im Südwesten die 20 Grad in greifbare Nähe kommen. Pünktlich zur Umstellung auf die Sommerzeit, so Björn Alexander.

Warum freuen sich nur „die meisten Menschen” und nicht alle?

Pollenflug von Pappeln
Eine Pappel verteilt ihre Pollen: Für Allergiker startet spätestens mit dem Frühlingshoch die Leidenszeit. © imago/Christian Ohde, imago stock&people

„Auf der einen Seite gibt es ja durchaus auch eingefleischte Winterfreunde. Auf der anderen Seite werden die Zeiten für Allergiker damit wieder unangenehmer. Und aus eigener Erfahrung kann ich nur sagen: Allergische Beschwerden in Coronazeiten mit Maske auf der Nase sind alles andere als angenehm.”

    Welche Pollen fliegen jetzt?

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    Ein Überblick über den Zeitpunkt des Pollenflugs der verschiedenen Pflanzen

    „Vor allem Erlen-Pollen. Aber auch die Haselpollen sind durchaus noch in mäßigen bis hohen Konzentrationen möglich. Gleichzeitig werden sicherlich viele Allergiker schon bangen Blickes auf Birken schauen. Grundsätzlich haben die trockenen Jahre den Birkenbestand zum Teil zwar ziemlich reduziert. Dennoch dürfte die Belastung durch Birkenpollen im letzten Märzdrittel von Südwesten her allmählich ansteigen. Ihr Maximum hat die Birkenblüte übrigens Mitte/Ende April.”

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    Wie sieht es mit der Sonnenbrandgefahr aus?

    ARCHIV - 29.06.2011, Berlin: Eine Frau bekommt den Rücken mit Sonnencreme eingecremt. (zu dpa: «Listicle Frühlingswetter» vom 06.04.2018) Foto: Stephanie Pilick/dpa +++ dpa-Bildfunk +++
    Unsere Haut ist nach dem Winter noch nicht an die größere UV-Strahlung gewöhnt. Schutz vor Sonnenbrand ist also angebracht. © dpa, Stephanie Pilick, pil tmk jsc bwe

    „Empfindliche Hauttypen auf jeden Fall. Gerade ausgangs des Winters. Die UV-Werte sind zwar noch nicht dramatisch. Aber ein UV-Index von 4, zum Teil auch 5 ist da auf jeden Fall denkbar. Das entspricht einer mittleren Belastung. Auf den Bergen sind auch schon höhere UV-Werte möglich.”

    Noch sind die UV-Werte gering. Doch das wird sich ändern. Bleiben Sie auf dem Laufenden.

    RTL-Meteorologe Björn Alexander

    Das Bild zeigt den RTL-Meteorologen Björn Alexander
    RTL-Meteorologe Björn Alexander © wetter.de

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