Schlechtes Omen für Spätsommer und Herbst

Unwetter Europa: Starkregen und Gewitter in Italien, Griechenland, Türkei und dem Balkan

von Oliver Hantke und Martin Pscherer

Während sich bei uns in Deutschland die nächste Hitzewelle ausbreitet und erst Richtung Wochenende wieder mit Blitz und Donner gerechnet werden muss, gibt es am Mittelmeer und seinen Anrainerstaaten bis zum Wochenende Unwettergefahr. Diesmal ist aber eher der östliche Teil des Mittelmeers mit Italien, dem Balkan, Griechenland und dem Westen der Türkei betroffen.

Wie stellt sich die Wetterlage in Südosteuropa dar?

Südosteuropa liegt unter schwachen Luftdruckgegensätzen und wird von einem Balkantief namens NICOLE beeinflusst, das auch im Osten Deutschlands Wolkenfelder und Regentropfen bringt. Weiter Richtung Südosteuropa und Mittelmeer ist noch mehr Energie vorhanden und es können sich in den nächsten Tagen teilweise kräftige Schauer und Gewitter bilden, die auch unwetterartig ausfallen können. Denn die Wetterlage bleibt bis zum Ende der Woche weitgehend erhalten.

Video-Tipp: Der Strömungsfilm für Europa für die nächsten 5 Tage

Unwetterschwerpunkte in Griechenland, der Türkei und auf dem Balkan

Die Grafik zeigt das Gewitterrisiko für Dienstag, 23.08.2022
Es brodelt am Dienstag rund um Griechenland und dem Balkan.

Unser wetter.de-Meteorologe Martin Pscherer schaut auf die Unwetter-Entwicklung der nächsten Tage in Südosteuropa. „Besonders rund um Griechenland, der Westtürkei und über dem Balkan sind teils kräftige Gewitter mit Starkregen, Hagel und Sturmböen möglich. Da sich an der Wetterlage kaum etwas ändert, bleibt es mehr oder weniger in den gleichen Gebieten in den nächsten Tagen eher ungemütlich, auch wenn es nicht immer jeden Ort treffen wird. Das Potential ist auf jeden Fall da. Erst am Wochenende wird es dort wieder ruhiger.“

Hier geht es zum aktuellen Regenradar in Griechenland

Bis Donnerstag liegt der Gewitterschwerpunkt fast an der gleichen Stelle

Die Grafik zeigt das Gewitterrisiko über Europa am Donnerstag, 25.08.2022
Auch am Donnerstag ist Griechenland und der Nordwesten der Türkei am stärksten gefährdet.

Mindestens bis Donnerstag bleibt das Gewitterrisko in Griechenland, dem Nordwesten der Türkei und in Bulgarien sehr hoch. Hier muss immer wieder mit kräftigem Regen, Hagel und Sturmböen gerechnet werden. Nur über dem Balkan könnte es langsam etwas ruhiger werden.

Lese-Tipp: Der Unwetter-Fahrplan für Deutschland

Im Herbst steigt die Unwetter-Gefahr am Mittelmeer

Im Herbst wird es dann so richtig ernst: Dann drohen in der Mittelmeerregion traditionell Unwetter. In diesem Jahr ist die Wassertemperatur am Mittelmeer besonders hoch, das könnte die Unwettergefahr im Herbst noch verschärfen. Die Stürme könnten stärker ausfallen, vielleicht gibt es sogar häufiger Medicanes – das sind Stürme mit Hurrikan-Eigenschaften über dem Mittelmeer.

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(oha, mps)