Brisante Wetterlage

Wilder Wochenwechsel - Sturm im Flachland und Orkan auf den Bergen 

von Björn Alexander und Oliver Scheel

Es ist eine turbulente Wetterlage, die uns der Sonntag und der Start in die neue Woche bescheren. Tief ROXANA schickt uns seine Ausläufer mit reichlich Regen, Sturm- und Überflutungsgefahr sowie eine Ladung Neuschnee in den Alpen.

Oben im Video: Erst Sturm und Schnee, dann schaut der Vorfrühling kurz mal rein

Wetter in Deutschland aktuell

Vorsicht ist geboten - Sturmböen bis ins Flachland

Insbesondere beim Durchgang der Kaltfront, die auf den zum Teil intensiven Dauerregen folgt, sieht RTL-Meteorologe Björn Alexander die Gefahr von Sturmböen bis herunter ins Flachland. Hier sind auch Schäden durch beispielsweise herabfallende Äste nicht auszuschließen. „Gleichzeitig stürmt es auf den Bergen durchweg und natürlich noch intensiver“, so Alexander weiter.

Ebenfalls blickt der Meteorologe auf die aktuellen Regenfälle. Alles in allem könne ROXANA in den Staulagen bis zu 40 Liter pro Quadratmeter oder mehr bringen. Damit werde es für manche Bäche und kleinere Flüsse im wahrsten Sinne des Wortes eng. Zum Teil könne es nämlich zu Überschwemmungen kommen – insbesondere im Bereich der westlichen Mittelgebirge.

Böen bis 150 km/h auf den Bergen

Die Spitzenböen im Bergland sieht Alexander locker im Orkanbereich: „Durch Tief ROXANA sind die Böen natürlich auf den Bergen nochmals ruppiger als in den Niederungen, wo Spitzenböen bis an die 100 km/h erreichen können.”

Die Hochlagen seien laut dem Wetterexperten mit Böen von 120 bis 150 km/h und der Gefahr von massiven Schneeverwehungen im Rennen. Das gelte in der Nacht zum Montag besonders Richtung Hochschwarzwald und Alpen, wo unsere Meteorologen zudem auf eine erneut Zuspitzung der Lawinenlage hinweisen.

RTL-Meteorologe Björn Alexander zu Sturmtief ROXANA

Das Bild zeigt den RTL-Meteorologen Björn Alexander
RTL-Meteorologe Björn Alexander

Küste mit leichter Sturmflut

Im Vergleich zu Sturmtief NADIA sieht Alexander zwar auf die Küsten deutlich weniger intensive Böen und eine andere Zugbahn des Sturmfeldes. Dennoch müsse man sich im Bereich der Nordsee und im Elbbereich mit dem Hochwasser Montag in der Früh auf eine leichte Sturmflut einstellen. Doch auch die Böen im übrigen Land waren zum Beispiel am Sonntagmittag schon recht heftig. Hier eine Auswahl:

  • Brocken (Sachsen-Anhalt) 139 km/h
  • Feldberg / Schwarzwald (Baden-Württemberg) 120 km/h
  • Freiburg-Ebnet (Baden-Württemberg) 93 km/h
  • Freudenstadt (Baden-Württemberg) 93 km/h
  • Issum (NRW) 91 km/h
  • Eppendorf (Sachsen) 91 km/h
  • Eschweiler (NRW) 89 km/h
Archivbild: Aufräumarbeiten noch Sturm- und Orkanböen.
Aufräumarbeiten wird es auch im Anschluss an Tief ROXANA geben

Entspannung ab Dienstag

Auf eine allgemeine Entspannung der Lage verweist der Meteorologe ab Dienstag. Björn Alexander: „Zwar zeigt sich der Norden insgesamt noch länger windig und wechselhaft. Aber in der Mitte und im Süden sind die Aussichten dann deutlich ruhiger.” Außerdem wehe vor allem im Südwesten ein Hauch vom Vorfrühling übers Land. Temperaturen von knapp 15 Grad seien durchaus denkbar

Lese-Tipp: Bis zu 15 Grad – Turbo-Frühling weht heran

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(bal, osc)