Martinisommer auf Eis

Krasse Kontraste: Eisnacht, milde Tage und Saharastaub

Deutschlandwetter zwischen den Extremen

Es sind große Unterschiede. Gerade erlebten wir die deutschlandweit kälteste Nacht der Wetterwoche mit Tiefstwerten von fast -10 Grad. Doch schon knallt die Sonne auf den Bergen im Süden durch – hier wird es bis zu 15 Grad warm, wo gleichzeitig Luft aus den Tiefen der Sahara ankommt.

Tweet: Saharastaub auf dem Weg zu uns

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Der Blick auf die Tiefstwerte

Die Nacht zum Mittwoch hatte in Sachen Frost einiges zu bieten. Denn die Quecksilbersäulen - so sie denn nicht inzwischen meistens den elektronischen Messgeräten gewichen sind, sausten ganz ordentlich in den Keller. Die tiefsten Temperaturen wurden dabei unmittelbar in Bodennähe gemessen. Das deutschlandweite Schlusslicht liegt hierbei im Osten Bayerns. Haidmühle mit -9 Grad. Da fehlte definitiv nicht viel zum strengen Frost, der bei -10 Grad beginnt.

Die Schlusslichter in der Übersicht

Landesweit in der Mitte und im Süden unseres Landes sind die Schlusslichter ganz gut verteilt. Hier die kältesten Orte mit den Tiefstwerten in Bodennähe:

  • Haidmühle (Bayern) -9 Grad
  • Kassel (Hessen) -8 Grad
  • Medebach (NRW) -8 Grad
  • Morgenröthe-Rautenkranz (Sachsen) -8 Grad
  • Torfhaus/Harz (Niedersachsen) -7 Grad

Sagenhafte mild am Tage

Natürlich hat die Sonne jetzt bei weitem nicht mehr so viel Kraft wie in den vergangenen Monaten. Dennoch wärmt sie noch ganz ordentlich. Am meisten spüren Sie das auf den Bergen im Süden, wo gleichzeitig auch die Luft aus dem Norden Afrikas anklopft. Gut zu erkennen am Saharastaub, der zwischen den hohen Wolkenfeldern den Himmel leicht milchig erscheinen lässt. Trotz der leicht diffusen Stimmung am Himmel wird es auf den Bergen im Süden am wärmsten. Auf dem Wendelstein mit knapp 15 Grad. Garmisch-Partenkirchen - ebenfalls im Süden Bayerns - bringt es heute auf bis zu 14 Grad.

Martinisommer in den Alpenregionen

Auch im Alpenraum herrscht derzeit auf den Bergen sonnig-mildes Wetter vor. Hierzu RTL-Meteorologe Carlo Pfaff, der selber in Innsbruck in Österreich lebt: „Hier in Österreich wird vom Martinisommer gesprochen.“ Ein Begriff, der ebenfalls in Süddeutschland und in der Schweiz gebräuchlich ist. So verweist Pfaff auf weitere Höchstwerte:

  • Deutschland: Scheidegg auf 942 Meter 14 Grad
  • Schauinsland im Schwarzwald auf knapp 1200 Meter 12 Grad
  • Höchstwerte in Österreich bis 18 Grad in Brand auf 1040 Metern
  • Schweizer Wetterstationen melden ebenfalls einige 15 bis 17 Grad

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(bal, oha)