Ungerechter Altweibersommer-Trend

September endet zwischen den Stühlen: Sonnige Gewinner und stürmische Nordlichter

Zwischen Atlantiktief und Azorenhochableger

Auf den letzten Metern im September kann sich das Wetter in Deutschland noch nicht ganz entscheiden. Auf der einen Seite steigen mit einem Ableger des Azorenhochs die Chancen auf den Altweibersommer der schönen Art, während den Nordlichtern wie in der letzten Woche die Ableger der stürmischen Atlantiktiefs wieder näher kommen.

RTL-Meteorologe schaut auf die Entwicklung zum Monatsende

RTL-Meteorologe Carlo Pfaff hat die Wetterkarten im Blick und gibt uns die Prognose zum Ende des September: „Nach einem landesweit durchwachsenen Mittwoch stellt sich am letzten Tag im September zweigeteiltes Wetter bei uns ein: Während sich der Süden und meist auch die Mitte des Landes - mal abgesehen von örtlichen Frühnebelfeldern - auf schönes Altweibersommerwetter mit insgesamt 7 bis 10 Stunden Sonnenschein und Temperaturen bis 20 Grad freuen darf, erwarten den Norden deutlich mehr Wolken, kräftiger Wind und zeitweise Regen.”

Sturmgefahr an der See - Hochdruck im Süden

Speziell an der Küste sieht Carlo Pfaff ein erhöhtes Potenzial für starke für stürmische Böen: „An der Nordsee wird es aufgrund der Nähe zu den Atlantiktiefs richtig herbstlich mit häufigen Schauern und stürmischen Böen bei nur 15 Grad.” Gleichzeitig halte im Süden ein Ableger des Azorenhochs dagegen, was sich wiederum auch am ersten Oktoberwochenende bemerkbar machen könne.

27.09.2021, Niedersachsen, Hannover: Eine junge Frau steht vor herbstlich verfärbten Blättern an einem Baum am Maschteich im Maschpark. Foto: Moritz Frankenberg/dpa +++ dpa-Bildfunk +++
Ruhigeres Wetter gibt es wieder nur im Süden. © dpa, Moritz Frankenberg, mof axs

Altweibersommer hat im Süden und Südosten wieder die besten Karten

Auch am Wochenende sind laut Pfaff insbesondere der Süden und der Südosten Deutschlands im Vorteil, wenn es um den Altweibersommer geht. Hier zeigen die Prognosen recht warme Mittelmeerluft mit Temperaturen von bis zu 22 oder vielleicht sogar 23 Grad. Im Norden und Nordwesten breiten sich derweil schon die nächsten Schauerwolken aus. Eine spannende Lage, die zudem auf eine Weichenstellung für den Altweibersommer hinweisen. Denn die nächste Woche könnte im Süden ebenfalls einen Wetter-Absturz bringen. Doch weist der Meteorologe auch darauf hin, dass die Unsicherheiten bei den verschiedenen Wettermodellen noch sehr groß sind.

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(bal)