Wetter im Juli - Tagsüber 30 Grad, in der Nacht Bodenfrost

Der ein oder andere wird sicherlich gemerkt haben, dass die Nächte im Gegensatz zu den Tagen ungewöhnlich kalt sind. Den Vogel in Sachen Kälte hat Marienberg-Kühnhaide im Erzgebirge (Sachsen) abgeschossen. Dort sank die Temperatur in der Nacht auf satte -3 Grad.

Dicht gefolgt wird der sächsische Ort von Haidmühle im Bayerischen Wald, wo mit -1 Grad auch ein frostiger Tiefstwert gemessen wurde.

Krass: In Baden-Württemberg knapp 20 Grad wärmer

Im Gegensatz dazu war es in Baden-Württemberg in der Nacht gute 20 Grad wärmer. In Baden-Baden sank das Thermometer in der Nacht nur auf 19 Grad, was hart an der Grenze zur tropischen Nacht lag.

Warum es im Erzgebirge und im Bayerischen Wald so extrem kalt wurde, ist relativ schnell erklärt. Einmal lag die Osthälfte, im Gegensatz zur Westhälfte, im Einflussbereich einer kalten und trockenen nordöstlichen Strömung, die auch die Tageshöchstwerte unterhalb der 25-Grad-Marke hielt. Zum anderen sorgt die fehlende Bewölkung dafür, dass es nachts sehr stark auskühlen kann. Immerhin wurden im Ruhrgebiet am Morgen auch nur knappe 9 Grad gemessen.