Harte Zeiten für Winterfans

Wetter im Januar 2020: Wann wird es kalt und kommt der Schnee?

Kids playing in the snow PUBLICATIONxINxGERxSUIxAUTxHUNxONLY (rpyb001849)Kids Playing in The Snow PUBLICATIONxINxGERxSUIxAUTxHUNxONLY rpyb001849
Wird's was mit dem Spaß im Schnee im Januar 2020? © imago/AFLO, imago stock&people

Januar-Wetter könnte es richten

Der Dezember hat sich in Sachen Winter bisher vornehm zurückgehalten.  Viel zu warm, kein Schnee, dafür Regen. Die Chancen auf weiße Weihnachten schmelzen genauso dahin, wie es den Schnee in den Mittelgebirgen wieder dahinrafft. Dafür brachte der November beispielsweise in den Alpen so viel Schnee wie seit mindestens 30 Jahren nicht mehr. Da lag doch schon so viel Winter in der Luft. Und jetzt? Die Hoffnung der Winterfans liegt auf Januar.

Die Temperaturen können bis Januar eigentlich nur zurückgehen

RTL-Meteorologe Martin Pscherer ist ein bisschen optimistisch:„Es wird in der kommenden Woche viel zu warm, eine Änderung der Wetterlage kann eigentlich nur in eine Richtung gehen – in die kalte.“ Die 28-Tage-Temperaturprognose von wetter.de sieht auch tatsächlich einen Temperaturrückgang zum Jahreswechsel Anfang Januar. Trotzdem bleibt die Prognose rund 2 Grad über den Werten des langjährigen Mittels.

28tage
Die 28 Tage-Temperaturprognose für Mecklenburg-Vorpommern: Verheißungsvolle Delle zum Jahreswechsel

NOAA: Januar wird 2 Grad zu warm

Die neueste Berechnung der amerikanischen Wetterbehörde NOAA, die sich auf die Ausgangslage 2. bis 11. Dezember bezieht, sieht für Deutschland ebenso einen zwei Grad zu warmen Januar 2020. Zu kalt wird es nirgends. In Osteuropa wird es noch ärger. Die Temperaturen weichen dort um 3 Grad nach oben ab.

Noaa
NOAA: Ganz Europa auf der Heizplatte

Trotz allem: Kalte Tage mit Schnee sind im Januar drin

RTL-Meteorologe Martin Pschererwarnt aber auch: „Diese Prognosen sind natürlich mit Vorsicht zu genießen. Wenn es an Weihnachten doch noch kälter wird, schlägt sich das natürlich auch in den Berechnungen der NOAA nieder. Dann kann das Bild rasch wieder anders aussehen.“  

Die NOAA berechnet bei dieser experimentellen Langfristprognose die voraussichtliche Temperaturabweichung zum langjährigen Durchschnitt. Aus diesen Berechnungen lässt sich zwar eine Temperaturtendenz ablesen, aber nicht das Wetter vorhersagen. So kann es trotz 2 Grad zu warmer Tendenz durchaus auch sehr kalte Tage mit Schnee geben. Mittelwerte sind je nach Betrachtungsweise eben nicht unbedingt dienlich. Es nützt halt nichts, wir müssen abwarten.

Schnee kann ja auch gefährlich sein. Zum Glück gibt es die Lebensretter in den Alpen.