Wetter im Februar 2020: Wie viel Winter können wir erwarten?

Das Winter-Versteck-Spiel der Wettercomputer

Zuletzt glich die Wintersuche in der großen Welt der Wettercomputer einer Suche nach der Nadel im Heuhaufen. Nahezu alle Varianten endeten für den Februar in den milden und eher unwinterlichen Bereichen. Doch seit dem Wochenende sieht das anders aus. Auf einmal lassen die Vorhersagen die Herzen der Winterfreunde wieder höher schlagen. Denn der Winter ist im Februar nicht mehr chancenlos

Februar startet sehr mild, bevor die Chancen auf den Winter ansteigen

Dem aktuellen Wintereinbruch mit Schneesturm-Gefahr im Bergland zum Trotz schwingt das Wetterpendel zum Start in den Februar wieder in Richtung mild. Das sehen alle namhaften Wettermodelle derzeit so. Hier die Details bis zum Ende der Wetterwoche.

Aber anschließend tut sich was in Sachen Winterluft. Sowohl das europäische Wettermodell als auch die Computer des amerikanischen Wetterdienstes sehen in ihren aktuellen Berechnungen eindeutig Chancen für den Winter.

Schneetreiben nicht ausgeschlossen.
Den Winter sollten wir noch nicht ganz abschreiben. Zwar zeigen die Wettercomputer auch noch milde Varianten. Aber die kälteren Prognosen sind ebenfalls dabei. © dpa, Bernd Wüstneck, bwu jai

Amerikanisches Wettermodell zeigt sich ziemlich kalt

Am schnellsten und intensivsten würde der Winter demnach beim amerikanischen Wettermodell (GFS) kommen. Hier würde die Winter-Keule bereits zu Beginn der nächsten Woche geschwungen werden. Für die Luft in rund 1,5 Kilometern Höhe berechnen die Computer im Westen beispielsweise eine Temperatur von knapp unter minus 10 Grad. Das würde nur noch für Tageshöchstwerte um den Gefrierpunkt reichen.

Schneegköckchen und andere Frühlingsblumen.
Echte Überlebenskünstler: Schneeglöckchen im Winter - kein Problem. Sie überstehen auch kältere Temperaturen. © picture alliance / R. Goldmann, Ralph Goldmann

Die Zeichen stehen auf wechselhaft

Der Winter war bislang deutlich zu trocken. Eine durchaus brenzliche Situation. Gerade für den durstigen Frühling brauchen wir einen ausgeglichen Wasserhaushalt. Insofern sind die unbeständigen Zeiten, die uns die Prognosen erst einmal versprechen, schon mal günstig.

Ob es tatsächlich reicht, um den zu trockenen Dezember und den Januar auzugleichen, ist schwer abzusehen. Denn hierzu müssten im Februar mal locker 100 bis 150 Liter pro Quadratmeter fallen. Doch ein Anfang ist mit dem Tiefdruckeinfluss auf jeden Fall schon mal gemacht.

Regen, Regen und nochmals Regen. Denn das durstige Frühjahr kommt bestimmt.
Nicht schön, aber wichtig. Viel Regen im Februar wäre für unser Frühjahr wichtig. Am besten 100 bis 150 Liter pro Quadratmeter. Schnee würde aber natürlich ebenfalls gehen. © www.imago-images.de, via www.imago-images.de

Wetter am Scheideweg

Auch wenn die Bemühungen des Winters im Februar noch auf sehr wackeligen Füßen stehen, aus heutiger Sicht wird es sie geben. Es ist eine sehr spannende Lage, die die Wettercomputer uns derzeit berechnen. Gleichzetig ist es zum jetzigen Zeitpunkt eine Weichenstellung für den Rest des Winters. Sollten sich nämlich die milderen Vorhersagen durchsetzen, dann dürfte es auch Ende Februar und Anfang März sehr eng für Eis und Schnee werden.

Ensemble-Vorhersage für Berlin
Ensemble-Vorhersage für die Höchsttemperatur in Berlin. Rot dargestellt ist der Bereich der mildesten Varianten, blau sind die kältesten Optionen. Die schwarze Linie entspricht dem Mittelwert. Demnach bekommen wir zum Wochenende auf jeden Fall einen Trend zu milderen Werten, bevor es danach für die Freunde von Eis und Schnee spannend wird. Auch Dauerfrost ist in der Verlosung.

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