Gegensätzliche Wetterlagen

Extremes Wetter in Deutschland: Schnee, Glätte, Hochwasser und Sturm

Der Winter 2021 zeigt, was er alles drauf hat.

Februar verrückt! Das Wetter will uns wohl zum Narren halten momentan: Die einen hält der Winter im Würgegriff, die anderen blicken gebannt auf die vollen Flüsse. Im Norden Deutschlands regiert zurzeit der Winter. Dort ist es seit Tagen richtig kalt, es fällt immer wieder neuer Schnee und vor allem morgens ist es eiseglatt. In der Mitte regnet es ohne Ende, dazu wird es mild und stürmisch und im Süden herrscht nach den krassen Schneefällen nun heftiges Tauwetter. Das wiederum lässt unsere Flüsse anschwellen: Hochwasser. Mehr dazu im Video.

Im Norden viel zu kalt - im Süden viel zu warm

Im Norden Deutschlands fiel die vergangenen Tage recht viel Schnee.
Im Norden Deutschlands fiel die vergangenen Tage recht viel Schnee. © deutsche presse agentur

Im Norden tobt sich seit Tagen der Winter aus. Der Februarstart ist in den nördlichen Bundesländern bis zu 5 Grad zu kaltund auch heute sind die zentralen Gefahren Schnee, Eisglätte, Verkehrsbehinderungen und die Räumdienste arbeiten im Dauereinsatz. Für die Kinder in Norddeutschland ist das Wetter natürlich spannend, denn viele der Kleinen haben so einen Winter in ihrer Heimat noch nicht erlebt. Schlittschuhlaufen in Ostfriesland? Das gab es lange nicht. Der Schlitten kommt im Winter 2021 in Norddeutschland echt oft zum Einsatz. Ob Bremen, Hamburg, Berlin oder Hannover – überall liegt Schnee. Und einen kleinen Hügel zum Rodeln gibt es doch auch fast überall.

So wird das Wetter am Wochenende.

Sturm, Gewitter und dann das Hochwasser - die Mitte leidet

Regen verschärft die Hochwasserlage gerade am Rhein.
Regen verschärft die Hochwasserlage gerade am Rhein. © deutsche presse agentur

In der Mitte ist es hingegen ziemlich biestig. Regen ohne Ende in Nordrhein-Westfalen. Und dazu Temperaturen, mit denen man gar nichts anfangen kann. 10 Grad, dazu Wind. Es wird aber spannend in der Mitte: Denn für die Mittelgebirgsregionen sind Sturmböen und sogar Gewitter drin. Dazu der Regen. Das wird vielerorts unangenehm.

Was macht das mit den Flüssen? Vor allem im Westen ist die Hochwasserlage durchaus angespannt und es regnet weiter. Im Schwarzwald taut der letzte Schnee dahin und der ergießt sich als Wasser in die Flüsse. Die Hochwasserlage wird uns also noch eine Weile erhalten bleiben.

Im Süden frühlingshaft - aber die Sonnenstunden bleiben Mangelware

Wolkenverhangen zeigt sich am Freitag (17.08.2007) die Bergkette der Ammergauer Alpen vom Gipfelkreuz des Auerbergs bei Stötten (Schwaben) gesehen. Viele Wolken und spätsommerliche Temperaturen zwischen 15 und 22 Grad bestimmen das Wetter im Süden Ba
Die Sonne macht sich rar. Am Wochenende schafft sie es im Süden mal durch die Wolken, aber ansonsten gilt sie hierzulande als vermisst. © picture-alliance/ dpa, Karl-Josef Hildenbrand

Im Süden ist das Wetter im Moment besser, aber auch nicht normal. Für Anfang Februar ist es viel zu warm, wir erwarten bis zu 15 Grad im Südwesten, vielleicht sogar etwas mehr. Die Schneemassen verschwinden, auch in den Alpen zieht sich der Winter bis in hohe Lagen zurück. Die Langläufer und Skitourengeher im Süden werden das natürlich auch nicht gut finden.

Diejenigen, die den Beginn des Frühlings aber nicht mehr abwarten können, sind im Südwesten Deutschlands derzeit am besten aufgehoben. Allerdings – und da hat ganz Deutschland etwas gemeinsam: Die Sonne macht sich rar. Am Wochenende schafft sie es im Süden mal durch die Wolken, aber ansonsten gilt sie hierzulande als vermisst.

Das Wetter in Deutschland ist somit vor allem eines: Extrem gegensätzlich.

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