Diese Tipps helfen

Wespen im Sommer - Sind sie jetzt aggressiver und gefährlicher?

von Karim Belbachir

Im Sommers, spätestens aber zur Pflaumen- und Zwetschgenzeit, herrscht alle Jahre wieder Wespen-Alarm. Besonders aggressiv machen sich die gelb-schwarzen Insekten über Obst, Kuchen und auch Fleisch her und stechen erbarmungslos zu, wenn der Mensch sie verjagen will. Ist das wirklich so? Sind Wespen von Juli bis September aggressiver als in anderen Monaten?

Viele Wespen, die gleichzeitig Hunger haben

Wespen sind übers Jahr hinweg gleich ungefährlich bzw. gefährlich, sind sich viele Wespenkenner einig. In der zweiten Sommershälfte und Anfang Herbst sind es aber besonders viele, die sich gleichzeitig auf Nahrungssuche machen müssen. Erst schlüpfen im Wespennest die Arbeiterinnen, später auch Männchen und Jungköniginnen. Sie haben alle Hunger und machen uns Menschen die süßen Leckereien auf der Kaffeetafel oder die eiweißhaltigen Fleischstücke am Grill streitig. Dass sie in der Masse aufdringlicher oder aggressiver erscheinen, macht sie den Menschen eigentlich ganz ähnlich. Tatsächlich gefährlicher sind sie aber nicht.

Wespen loswerden - so geht's

Wespen loswerden
Wespen lassen sich auch auf die sanfte Art vertreiben

Strategie 1: Insekten-Stinkbombe basteln
Es gibt Gerüche, die Wespen extrem widerlich finden. Basteln Sie also einfach eine Insekten-Stinkbombe, um sie auf Abstand zu halten. "Eine halbierte Zitrone mit Gewürznelken zu spicken und zusammen mit einem Sträußchen Basilikum auf den Tisch stellen", rät Eva Goris von der Deutschen Wildtier Stiftung. Auch auf den metallischen Geruch von Geldstücken mit hohem Kupfergehalt sollen Wespen allergisch reagieren. Verteilen Sie ein paar 5-Cent-Stücke auf dem Tisch. Wetten, dass die Wespen schnell weg sind?

Strategie 2: Lästige Plagegeister verduften lassen
Natürliche ätherische Öle wie

Pfefferminze* 🛒
Eukalyptus*
Teebaum*
Nelke
Zirbe
Lavendel

in einer Duftlampe* 🛒 können helfen, die schwarz-gelben Biester fernzuhalten. Auch Wespenkissen und tierfreundliche Sprays gegen Wespen* sind im Handel erhältlich. Auch sie beinhalten ätherische Öle, die für die schwarz-gelben Insekten unangenehm sind. Legen Sie das Kissen auf Ihren Esstisch oder sprühen Sie mit dem Spray Tischdecken und Gartenmöbel ein, bevor Geschirr und Essen auf dem Tisch stehen. Das Spray sollten Sie niemals direkt auf die Tiere sprühen.

Strategie 3: Ein Wespen-Dinner veranstalten
Laden Sie die hungrigen Nervensägen zum Festmahl ein - die Gäste müssen aber an einem Extra-Tisch Platz nehmen (und zwar weit entfernt von Ihrem eigenen Essen). Keine Sorge, es wird nicht teuer. Auf der Speisekarte stehen saftige Früchte: "Sie lieben Weintrauben. Damit lassen sie sich ablenken und friedlich stimmen", sagt Tier-Expertin Goris.

Strategie 4: Täuschungsmanöver einleiten
Nicht auf Anziehung, sondern auf Abschreckung setzt der sogenannte Wespenschreck*. Er signalisiert einigen Wespenarten, dass hier bereits ein Schwarm beheimatet ist. Hängen Sie die Wespennest-Attrappe in die Nähe eines Essplatzes. Im Obstbaum soll das künstliche Nest sogar die heranreifenden Früchte vor den Plagegeistern schützen. Im Frühjahr, wenn die überwinterten Wespen-Weibchen ein neues Volk gründen, kann der Wespenschreck den Nestbau schon frühzeitig unterbinden.

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Wespen bekämpfen ohne Todesfallen

Strategie 5: Aufdringliche Tierchen abschieben
Keine Frage - es nervt gewaltig, wenn Wespen im Anflug sind. Wilde Abwehr-Zuckungen sind aber nicht angebracht. Im Gegenteil, das macht die Biester erst recht stechwütig. Wer folgende Grundregeln beachtet, ist auf der sicheren Seite: Nicht schlagen und hektische Bewegungen vermeiden. Pusten Sie die Wespen auf keinen Fall an - das Kohlendioxid in unserem Atem macht Wespen aggressiv. Schieben Sie die Tierchen stattdessen sanft mit der Handkante weg.

Strategie 6: Wespenfallen verschrotten
Wespen sind ziemlich solidarisch. Sie reagieren auf Hilferufe ihrer Artgenossen. Das Problem: Sitzen Wespen in der Falle, verströmen sie Duftstoffe, die andere Wespen alarmieren und anlocken. Versuchen Sie also gar nicht erst, Todesfallen für Insekten zu bauen.

Strategie 7: Den richtigen Ton treffen
Als besonders umwelt- und tierfreundliche gegen die stechenden Biester gelten dagegen Ultraschallgeräte. Es handelt sich dabei um kleine Apparate, die hohe Töne im Ultraschallbereich aussenden. Menschen und größere Tiere wie Hunde oder Katzen fühlen sich laut Herstellern von den Geräuschen nicht belästigt. Insekten hingegen können die Töne hören und sollen durch die Dauerbeschallung so gestört werden, dass sie freiwillig die Flucht ergreifen.

Strategie 8: Gartenobst aufsammeln
Fallobst und überreife Früchte ziehen Wespen an. Besonders am Boden liegende Früchte stellen eine Gefahr dar. Denn wenn Sie auf eine dort sitzende Wespe treten, ist der Stich garantiert.

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(kfb)