Welche Extrem-Temperaturen gab es schon an Heiligabend?

Wetter an Heiligabend und Weihnachten
Schnee an Weihnachten: So sah es 2010 in vielen Teilen Deutschlands aus. © dpa, Ingo Wagner

Den wärmsten Heiligen Abend hatten wir 2012

Heiligabend 2015 wird eine grüne Angelegenheit, das ist mal klar. Dass dies in der Vergangenheit schon häufiger so war, steht außer Frage. Dennoch gab es auch Jahre mit reichlich Schnee und eisigen

Temperaturen pünktlich zum Weihnachtsfest.

Betrachten wir zunächst die Höchsttemperaturen an einem 24.

Dezember. In dieser Kategorie stellt sich eindeutig das Jahr 2012 als Gewinner heraus, denn die ersten sieben Plätze stammen aus diesem

Jahr. Spitzenreiter ist seitdem die Station Freiburg mit 18,9 Grad. Auch auf den darauffolgenden drei Plätzen befinden sich Stationen aus der Oberrheinregion. Auf Platz zwei liegt Emmendingen-Mundingen mit 18,7 Grad, dicht gefolgt von Müllheim mit 18,4 Grad.

Im Hinblick auf die Tiefstwerte war es am 24.12. im Jahr 2001 insbesondere in Süddeutschland eisig. Im baden-württembergischen

Hermaringen-Allewind sank die Temperatur auf frostige -28,5 Grad. Im bayerischen Feuchtwangen ging die Temperatur auf -27,1 Grad

zurück. Auf Platz drei liegt die Station Geisingen mit -25,0 Grad.

In den Morgenstunden desselben Tages sank die Temperatur unmittelbar in Erdbodennähe noch weiter ab. So registrierte die Station Geisingen in einer Höhe von 5 cm über dem Erdboden eine Temperatur von -33,0 Grad.

41 Zentimeter Schnee in Schleswig-Holstein vor fünf Jahren

Heiligabendwetter und Weihnachtswetter
Oft genug findet Heiligabend aber im Grünen statt. © dpa, Christian Charisius

Dass es in der Nacht dennoch recht mild bleiben kann, zeigen die Werte des höchsten Minimums. In dieser Kategorie legen wir den Fokus unserer Betrachtung auf den 24.12.1983. An einigen Stationen im Oberrheingraben lagen die Tiefstwerte im zweistelligen Bereich. Am mildesten blieb es in Müllheim mit 11,8 Grad. Auch in Baden-Baden-Geroldsau und in Lahr blieb es mit Tiefstwerten von 11,6 bzw. 11,4 Grad eher frühlingshaft.

Wenn der Wunsch nach Schnee zu Weihnachten in diesem Jahr doch relativ aussichtslos erscheint, gab es in der Vergangenheit häufig Jahre, in denen dieser Wunsch in Erfüllung ging. Wie nicht anders zu erwarten, fiel der 24. Dezember insbesondere in den Gipfellagen der Mittelgebirge und der Alpen auch mal schneereich aus. Mit 4,60 m im Jahre 1981 führt die Zugspitze die Liste der größten Schneehöhe an. Mit etwas Abstand folgen der Brocken mit einer Schneehöhe von 2,33 m (1952) und der Feldberg im Schwarzwald mit 2,22 m (1974).

Selbst in den mittleren Berglagen konnte bereits eine beachtliche Schneedecke gemessen werden. Am 24.12.1962 betrug in Reit im Winkl (685 m ü. NN) die Schneehöhe 1,40 m. Im thüringischen Veilsdorf auf einer Höhe von 397 m über dem Meeresspiegel summierte sich der Schnee auf 65 cm.

Vor fast genau fünf Jahren (24.12.2010) konnte sich auch der eher nicht so schneeverwöhnte Norden Deutschlands über eine weiße Weihnacht freuen. Im schleswig-holsteinischen Hohn auf nahezu Meeresspiegelniveau betrug die Schneehöhe 41 cm. Zum gleichen

Zeitpunkt konnte auch an der Ostsee in Greifswald eine Schneedecke

von 39 cm gemessen werden.

Quelle: DWD