Weitere schwere Unwetter - Orte in NRW überflutet

Blitzschlag verletzt drei Menschen

Heftige Regenfälle haben am Freitag die Ortschaft Barntrup-Selbeck bei Detmold überflutet. Durch die Straßen sei eine Mischung aus Wasser und Schlamm geschossen, sagte ein Sprecher der Feuerwehr. Vorsorglich schaltete die Feuerwehr den Strom des Dorfes Selbeck mit knapp 400 Einwohnern ab und sperrte die Zufahrtsstraßen. Verletzt wurde nach ersten Erkenntnissen niemand. Ein Rollstuhlfahrer, der in seinem mit Wasser vollgelaufenen Haus festsaß, sei in Sicherheit gebracht worden.

Gewitter mit Starkregen hatten sich am Nachmittag im äußeren Osten von Nordrhein-Westfalen entladen. Auch der Kreis Paderborn meldete Feuerwehr- und Polizeieinsätze nach Gewittern mit Regen und Hagel. In Paderborn stürzte eine 19-jährige Rollerfahrerin beim Bremsen im Starkregen und verletzte sich schwer. An mehreren Orten im Kreisgebiet schossen Gullydeckel unter meterhohen Fontänen aus dem Rahmen, Keller mussten leergepumpt werden.

Im schleswig-holsteinischen Nortorf wurden drei Menschen durch einen Blitzschlag verletzt. Die Mitarbeiter einer Landschaftsbaufirma hatten nach Angaben der örtlichen Feuerwehr beim Verladen eines Transporters in einer Pfütze gestanden und erlitten einen Stromschlag, als der Blitz neben ihnen einschlug. Sie kamen wegen des Verdachts auf Herzrhythmusstörungen in ein Krankenhaus.

Allein im Kreis Rendsburg-Eckernförde, in dem Nortorf liegt, rückte die Feuerwehr bis in die Nacht zum Samstag rund 70 Mal aus. Nach Unwetter und Starkregen hatte die Feuerwehr aber auch in vielen anderen Teilen Norddeutschlands alle Hände voll zu tun.