Weiter Unwetteralarm in der Mittelmeerregion

Alarmbereitschaft in betroffenen Gebieten

Die westliche Mittelmeerregion kommt nicht zur Ruhe, weiterhin treibt Tief "Wenke" hier sein Unwesen. Sowohl in Italien, als auch in Frankreich forderten neue Unwetter weitere Todesopfer.

Schon 14 Tote in Italien

Im italienischen Aostatal krachte am Donnerstag ein Baum auf ein Auto, beide Insassen starben, wie ein Sprecher des Zivilschutzes sagte. Seit Tagen lähmen Starkregen und Sturmböen weite Landesteile. Der Zivilschutz zählte seit Sonntag 14 Tote bei den Unwettern.

In Venetien gilt vielerorts die höchste Unwetterwarnstufe, im Latium - wo auch Rom liegt - und auf Sizilien die zweithöchste. In höher gelegenen Gebieten fiel Schnee. In Venedig gab es erneut Hochwasser, teilweise lag der Wasserstand bei mehr als 110 Zentimetern, damit aber deutlich unter dem Niveau von Montag. Kritisch ist die Lage in der Provinz Belluno in Venetien, wo seit Tagen der Strom fehlt und Straßen gesperrt waren.

Auch weiterhin werden für die Mittelmeerregion sehr hohe Regenmengen berechnet. Besonders betroffen sind nun Teile der Toskana und des Latiums sowie Sizilien und Sardinien.

Auch Südfrankreich wieder betroffen

In Südfrankreich kam bei Überschwemmungen mindestens ein Mensch ums Leben. Der 89-Jährige wurde am Donnerstag bei Saint-Antonin-du-Var im Departement Var tot in seinem Auto gefunden und ist ersten Erkenntnissen nach ertrunken. Seine Ehefrau konnte aus dem mit Wasser vollgelaufenen Auto gerettet werden.

Ein Sturm war am Mittwoch über die Region an der Côte d'Azur hinweggefegt. Es herrscht weiter Überflutungsgefahr - besonders betroffen ist der Fluss Argens. Am Mittwochabend wurden ein Campingplatz und mehrere Wohnhäuser evakuiert. Hunderte Menschen waren betroffen.