Wichtige Nahrungsquelle für Bienen

Warum Sie Weidenkätzchen jetzt nicht abschneiden dürfen

Weidekätzchen stehen unter Naturschutz.
Weidenkätzchen stehen unter Naturschutz. © RTL, Agentur, RTL NEWS

Vom 1. März bis 30. September verboten

Auch wenn sie wunderschön sind - und gerade bei der Osterdeko toll in der Wohnung aussehen: Weidenkätzchen stehen unter Naturschutz. Deswegen ist es vom 1. März bis 30. September verboten, die Zweige abzuschneiden, egal ob im eigenen Garten, Wald oder Feld. Die sogenannten Palmkätzchen sind nämlich gerade im Frühling eine wichtige Nahrungsquelle für Bienen. Und die wiederum für die Bestäubung der Obstbäume und damit eine gute Ernte sorgen.

Der Winter geht, der Frühling kommt - die Bienen brauchen Stärkung

Der Frühling ist da und erste Wildbienen, Honigbienen, aber auch Schmetterlinge wie der Zitronenfalter sind schon unterwegs. Nach den harten Wintermonaten brauchen sie jetzt vor allem eines: eine sichere Nahrungsquelle. Die Blüten der Palmkätzchen, wie sie auch genannt werden, sind schon sehr früh im Frühling am Start und bieten den Insekten jede Menge Nahrung. Und genau aus diesem Grund verbietet der Gesetzgeber es, sie abzuschneiden.

Im Bundesnaturschutzgesetz heißt es nämlich: "Es ist verboten,[…] 2. Bäume, die außerhalb des Waldes, von Kurzumtriebsplantagen oder gärtnerisch genutzten Grundflächen stehen, Hecken, lebende Zäune, Gebüsche und andere Gehölze in der Zeit vom 1. März bis zum 30. September abzuschneiden, auf den Stock zu setzen oder zu beseitigen."

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Wo komme ich denn zu Weidenkätzchen für die Deko?

Weidenkätzchen
Auch im eigenen Garten dürfen Weidenkätzchen nur gepflegt und nicht zurückgestutzt werden. © RTL, infoNetwork, RTL NEWS

Pflanzen Sie einfach Weidenkätzchen in Ihrem Garten oder in einem Topf auf dem Balkon. Von Ihren eigenen Büschen können Sie dann in geringen Mengen Zweige abschneiden. Zwischen März und September gilt aber auch hier: nicht zu sehr beschneiden! Eine weitere Möglichkeit ist natürlich, sie beim Blumenhändler zu kaufen - und das ganz legal.

Tipp vom Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland: Für die Wohnung problemlos genutzt werden können die Zweige der Forsythien, denn sie produzieren weder Nektar noch Pollen und sind für Insekten damit wertlos.

Welche Bußgelder erwarten mich bei Zuwiderhandlung?

Die Bußgelder sind je nach Bundesland unterschiedlich. In den meisten beträgt es fürs Beschädigen, Ausreißen und Ausgraben wild wachsender Pflanzen zwischen 50 Euro und dem doppelten Betrag des wirtschaftlichen Wertes einer Pflanze, also dessen Wiederbeschaffungswert. Im schlimmsten Fall müssen Sie aber mit einem Bußgeld in Höhe von 50.000 Euro rechnen.

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